Folia archeologica 17.

László Vértes: Zur Technologie grobgerätiger Silexfunde in Nordungarn

32 L. VÉRTES Menge von Silexen ausgewählt, daß er an eine „fabrikmäßige Herstellung. .. für Exportzwecke" denken mußte. 1 0 Es liegt auf der Hand, dieses Fundmaterial Mihaliks ebenfalls in den Kreis unserer Untersuchungen einzubeziehen, umso eher, als es offensichtlich von den Silexwerkzeugen der übrigen Bükker Siedlun­gen (z. B. Borsod, Tropfsteinhöhle von Aggtelek usw.) abweicht. 1 1 Sollte man in diesen Funden etwa das Bindeglied zwischen jener Gruppe der Bükk-Kultur vom Arkaer Typus, der dem „Mesolithikum" noch recht nahe steht, und ihrer allgemein verbreiteten Erscheinungsform erkennen können? Die Funde vom Tóhegy stammen aus einer Zeit, in der man sich in Ungarn noch nicht besonders mit der Typologie der Silexwerkzeuge befaßte. Die in der Sammlung des Ung. Nationalmuseums befindlichen Stücke können die Industrie vom Tóhegy in noch geringerem Maße repräsentieren, als die Streufunde vom Ravaszlyuktetö das dortige Mesolithikum. Man muß sich ihrer daher behutsam bedienen und vor allem auf jene Parameter bedacht sein, die sich im Laufe unserer bisherigen Untersuchungen als die allgemeingültigsten erwiesen haben. Der Fund vom Tóhegy Werkzeugtypen : Klingen 102 St. Gekerbte Klingen 2 St. Klingen mit retuschiertem Grat 2 St. Klingenspitzen i St. Klingenkratzer 6 St. Nukleuskratzer 2 St. Blattförmige Abschläge i St. Unbearbeitete Abschläge 12 St. Nuklei 13 St. Insgesamt 141 St. Der Fund enthält auffallend viele schlanke, fein bearbeitete Klingen. Auch die Klingenkratzer sind von denen aus Arka verschieden, sie sind flach, mit schwungvoll gebogener halbreisförmiger oder flachbogenförmiger Kratzerkante, sie entsprechen also eher den neolithischen Formen. Die Nuklei sind zylinder­förmig, einzelne mit Meißelkante versehen. Länge: M = 59,00 mm ; s 2 = 355,01 (N = 30) (Der Großteil der unre­Länge/Breite: M = 51,83%; s 2 = 202,3 (N = 30) tuschierten Klingen wurde nicht berechnet.) 1 0 Mihalik J. A boldogkőváralji neolithkori telepek — Die neolithischen Siedlungen bei Bol dogkővárai ja — Arch. Közi. 20 (1897) S. 5—39. 1 1 Tompa F. Die Bandkeramik in Ungarn. Die Bükker- und die Theißkultur. Arch. Hung. V —VI. (Budapest 1929).

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