Folia archeologica 12.
I. Lengfei: Beiträge zur Ursprungsfrage der Kustanovice-Kultur
Beiträge %/ir Ursprungsfrage der Kustanovice-Kultur 67 Abb. 17. zen Meere und jenes der Krim. 3 6 Diese Kultur bildete die Grundlage der skythischen Kultur der Steppe. 3 7 Von der Balkengräberkultur schreibt Kriwzowa-Grakowa, 3 8 dass in ihrer Spätphase die blumentopfartigen Gefässe gewöhnlich mit einer plastischen Leiste zwischen Hals und Schulter verziert sind. Diese Leiste ist zuweilen unter dem Rand, seltener am Rand selbst. Sie ist oft mit Fischgrät-, Zickzackmuster, seltener mit Fingertupfeneindrücken verziert. Später, als neuere Typen entstanden und sich weiterentwickelten, wurden bei Bestattungen noch immer die alten, archaischen Blumentopfgefässe verwendet. So kennen wir z. B. aus Hügelgräbern von Serogos Gefässe dieses Typus (Abb. 17.) die in das 7—6. Jahrhundert v. u. Z. datiert werden können. 3 9 Auf einem Exemplar dieses Fundortes läuft rings unter dem Rand eine Leiste, ein anderes ist unverziert. Entsprechende Vergleichstücke beider Gefässe wurden im Gräberfeld von Kustanovice entdeckt. In dem vor kurzem veröffentlichten Material des skythischen Hügelgrabes von Tscherkes in der Krim kam ein ähnliches Bruchstück zum Vorschein, unter dessen Rand eine Leiste läuft. 4 0 Vollkommen übereinstimmende Analogien der weiter oben beschriebenen Gefässe von Kustanovice finden wir in dem skythischen Material von Olbia, was ebenfalls beweist, dass die erwähnten Gefässe mit Skythien des Steppengebietes in enger Beziehung stehen. 4 1 Ferner muss auch die Variante II (Abb. 18.) der handgeformten Gefässe berücksichtigt werden. Wie die übrigen handgeformten Gefässe stehen auch diese mit der Keramik aus dem 6—5. Jahrhundert v. u. Z. der Siedlung von Berezány in enger Beziehung; auch traten am häufigsten blumentopfartige Gefässe auf. Kaposchina stellt fest; „nach exakter Lokalisierung zweier Kulturen Herodot's Skythien kann man mit Entschiedenheit und Uberzeugung einige Elemente der lokalen Kultur von Olbia und u. a. auch deren handgeformte Keramik (und mit diesen auch die Variante II. I.L .) mit der skythischen Steppenkultur verbinden." 4 2 3 6 Grakou', B. N. — Me/inkowa, Л. I., Dwe archeologitscheskie . . . S. 114 — 115. 3 1 Kriwvpwa-Grakowa , O. A., Alekseewskoe poselenie i mogilnik. Trudv Gos. Ist. Mus. 17(1948) S. 59-169 3 S ebenda S. 158-159. 3 9 Liberow, P. D„ Kurgany u sela Konstantinowki. KS 37(1951) S. 143, Anm. 2. 4 0 Troizkaja, T. N., Nachodki is skifskich kurganow Krima, chranjaschtschiesja w oblasnom kraewedtscheskom Musee. Istorija i archeologija drewnego Krima. (Kiew 1957) S. 180., Abb. 6a. 4 1 Kaposcbina , .S. I., О skifskich elementach w kulture Olwii. MIA 50. (Moskwa 1956)i Abb. 6, 2. 4 2 ebenda. 5