Folia archeologica 12.

A. Salamon-Gy. Török: Funde von No-Ungarn aus der Römerzeit

F l inde von NO-Ungarn aus der Römerzeit 155 der dem LT-, noch dem römischen Typus ähnlich. 1 4 Interessanterweise ist dieser Gefässtypus im Material der Miskolcer Siedlung nicht erschienen. Hiezu rechnen wir auch jenes, mit geteiltem Buckel verziertes weitmündiges Gefässfragment (Abb. 41. 27.), dessen Analogie auch im Material von Tabán erscheint. 1 5 Die Schüssel mit ausladendem Rand und eigengeglätteter Ver­zierung (Abb. 41. 16.) ist uns aus dem Material des Lagers von Adony bekannt. 16 Unser graues Schüsselfragment gehört in die Gruppe der sog. Ringschüsseln. 17 (Abb. 42. 34.) Die Blüte dieses besonders in Pannonién verbreiteten und be­liebten Typus verlegen unsere Forscher auf die ersten Jahrzehnte nach der ersten Jahrhundertwende. Unser Stück ist unverziert, gehört zur sog. „grauen Ware", zu jener Gruppe also, bei der padanische Wirkung am wenigsten zu fühlen ist. Wir können es am ehesten mit den Stücken vergleichen, die aus dem Lager von Adony (Abb. 41. 20, 12.) und den Töpferwerkstätten von Aquin­cum stammen. Diese Siedlung gehört also in eine Zeit um die Jahrhundert­wende, mit zwei anderen Gefässfragmenten zusammen. (Abb. 42. 29, 32.) Die Puchover grobe, auf der Schulter verzierte Keramik können wir in den zwei Fragmenten, die mit eingeschnittenen Vertiefungen 1 8 bzw. mit sich kreuzenden schrägen Einschnitten verziert sind (Abb. 41. 26; Abb. 42. 41), wiedererkennen. Hiezu rechnen wir auch unser grobes, rotgebranntes Stück mit senkrechter Wellenlinie. 1 9 (Abb. 42. 42.) Den Einfluss der quadischen Kul­tur widerspiegelt unser einziges graphitglänzendes Gefässfragment. (Abb. 42. 30.) Leider vermögen wir die Gefässform aus diesem ebensowenig re­konstruieren, wie aus dem Material der Ózder und der Miskolcer Siedlung zu­tage gekommenen ähnlich verzierten Fragmenten. 2 0 Was das im Vorangehenden besprochene Szilvásvárader Material be­trifft, stammen die während der Römerzeit weiterhin hergestellten Kamm­1 1 Hetlinger 68 ff. Hinsichtlich der Einteilung der Kammstrichgefässe aus Graphitton s. Párdmz Ai., Arch. Ért. 1944-45 S. 71. 1 5 Bonis É., BpR 15(1950) S. 349, Abb. 18, 8.; NagyE., a. a. O. Taf. XXXVII, 1.; Sz- Pôczj K., a. a. O. S. 64. Abb. 3, 1. 1 6 Barkóczi L.—Bonis JÉ., Acta Arch. Hung. 4(1954) Abb. 19, 6 aus dem IV. Pfahllager, Dies. Abb. 22, 20 aus dem II. Pfahllager. Bonis führt diesen Typus auf das späte-LT zurück: s. S. 147. 1 7 S. die grundlegende Literatur: Bonis É., Die kaiserzeitliche Keramik von Pannonién. DissPann II. 20. (1942) S. 48 ff. ;Barkócz'E. — Bonis É., a. a. О. S. 155. Bonis analysiert eingehend die in Material und Masse des Typus sich offenbarende La Tene-Überlieferung und die Wirkung der Terra sigillata-Werkstätten, die in der Ornamentik und der Bodenausbildung zu erkennen ist. Abb. 20, 12, aus dem IV. Pfahllager, und Abb. 23, 12, Streufunde aus dem Gebiete des Lagers. Bei der Besprechung der „Pátkaer Schüsseln" betont В. E. Thomas die lokale Überlieferung: Acta Arch. Hung. 6(1955) S. 114.; S'z- Póczj К. bringt in ihrer Arbeit über die Töpferwerkstät­ten in Aquincum ebenfalls diesen Typus. Acta Arch. Hung. 7(1956) S. 96. Abb. 6, 1. (Ware aus der Depot-Werkstätte.) K/ausek, F.—Pernicka, M. R., Die römerzeitliche Siedlung bei Vicemilice in Mähren, Zvlástni otisk z Casopisu, Sbornik Praci filosoficke fakulty Brneske University 1956. S. 67. ff. wird die Verbreitung des Typus ausserhalb der Provinz zusammengefasst. 1 8 Beninger, S. 74 — 76.; Pdrdncz, Miskolc bringt ein ganz ähnliches Stück auf Taf. III. 21, 15, S. 49. 1 9 Ein ähnliches Stück bringt aus der Puchover groben Hauskeramik Beninger, Taf. 11, 74. 2 0 Párducz, Ózd. Taf. XIV, 9. S. 32., mit der Literatur der graphitschimmernden Ware. Párducz, Miskolc, Taf. I. 5, S. 48.; ähnliche Verzierung beschreibt aus Puchov Beninger, S. 84, Taf. 14, 134. Er verlegt das Erscheinen dieser Verzierung auf das zweite Drittel des 2. Jhs. in den quadischen Siedlungen.

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