Folia archeologica 12.
A. Salamon-Gy. Török: Funde von No-Ungarn aus der Römerzeit
146 A. Salamon— Gy. Török In der Mitte jenes Gebietes, das sich zwischen dem Fussweg, der den Hügel entzweiteilt, und dem Bach erstreckt, haben wir eine Sonde von 2x2 m Oberfläche erschlossen. Unter der 20—25 cm mächtigen Humusschicht der bestellten Erde fanden wir viel Keramik und Tierknochen, zusammen mit Lehmbewurfstücken. Wir fanden keine Spuren von Bodenniveau, Wohn oder Abfallgrubenquerschnitten. Das Knochenmaterial war stark fragmentiert, so sehr, dass es zur Artbestimmung nicht mehr geeignet war. Die Scherben, die aus der etwa 140 cm mächtigen Kultur Schicht zum Vorschein kamen, sind grösstenteils uncharakteristische Wand- oder Bodenfragmente. Die Keramik, die wir teils bei der Terrainbesichtigung, teils aus der Erschliessung sammelten, stammt von Krausengefässen mit dicken Wänden und flachen Rändern; doch fanden wir auch Scherben von kammstrichverzierten Gefässen aus Graphitton, ^ 1 2 km die aber ganz klein sind. Der andere — kleinere — Teil des Materials beAt >b. 36. steht aus gut ausgebrannten, grauen und ziegelfarbigen sarmatenzeitlichen Scherben, die aber leider in nicht rekonstruierbaren Fragmenten auf uns verblieben sind. (Abb. 38.) Die Ortsbewohner von Arka haben von der Stelle der Siedlung früher einen vollständig intakten Mühlstein in das Dorf gebracht, den ein Landwirt auch heute noch zum Mahlen von Hühnerfutter gebraucht. (Abb. 37.) Die bei der Ausgrabung bzw. von der Oberfläche gesammelten typischen Stücke sind die folgenden (Abb. 38.) : 1. Waagerecht stehendes, oben dreifach gegliedertes Randfragment eines hell-bräunlichgrauen, dickwändigen Krausengefässes. Unter dem Hals ein stark profiliertes, tiefes Wellenlinienornament. 2. Fragment eines dunkelgrauen, glimmernden Krausengefässes mit zweireihigem, stark profiliertem Wellenlinienornament. 3. Bruchstück eines Krausengefässes aus gelblichbraunem Ton, oben mit dreifach gegliedertem Rand. 4. Glimmerndes Bruchstück eines dunkelgrauen Krausengefässes; der innere Teil des dreifach gegliederten Randes ist höher als die anderen zwei; auf den Wänden erscheint eine Wellenlinie. 5. Dickwändiges Fragment eines Krausengefässes aus hellem, graubraunem, glimmerndem Material mit rundherum verlaufendem, stark profiliertem Linienbündel. 6. Unebenmässig gegliederter Rand eines grauen Krausengefässes, der sich aussen stark erhebt. Abb. 36.