Folia archeologica 11.

P. Lipták: Anthropologische Funde von Ócsa aus der Sarmatenzeit

94 P. Li piák Obwohl das in Ungarn erschlossene anthropologische Material aus der Sarmatenzeit zahlenmäßig bedeutend ist, gäbe es auf dem Gebiet der Publikationen noch viel zu schaffen. Zur Zeit sind wir bloß an die recht skizzenhafte Bekanntgebung des Materials von Malán 3 angewiesen, in der der Verfasser die aus den bei Kecskemét gelegenen Fundorten Méntelek, Orgovány und Soltszentimre zum Vorschein gekommen Schädel beschreibt. Diese stehen auf Grund ihrer Schädelindizes nahe zueinander, sind von brachy­morphem Charakter, der Länge-Breiten-Index der veröffentlichten vier Schädel schwankt zwischen 79,8—82,8. Der genauere Vergleich wird erst nach der systematischen Veröffentlichtung (zumindest eines Teiles!) der ungarländischen anthropologischen Funde aus der Sarmatenzeit möglich. 4 Für die ungarische historische anthropologische Forschung läßt es sich keine dringendere Aufgabe vorstellen, als die in je rascherem Tempo durch­geführte, eingehende Bearbeitung des anthropologischen Fundmaterials aus der Sarmatenzeit. Diese unsere Behauptung wird durch die folgenden Umstände begründet: a) Über das anthropologische Bild der Bevölkerung der Sarmatenzeit ist uns fast nichts bekannt. b ) Daraus folgend ist weder die zuverlässige Auswertung der römischen Funde Transdanubiens, noch die ethnische Gliederung des in großer Zahl vorhandenen awarischen Materials (in Ermangelung der Antezedenzien) möglich. PAL LIPTAK 3 Malán M., FA 1—2 (1939) S. 108—109. — Die absoluten Maße sind darin nicht mit­geteilt, bloß die Indizes. 4 Unseres Wissens beabsichtigen in der nahen Zukunft L. Bartucz das Skelettmaterial aus dem I. Abschnitt der Sarmatenzeit und J. Nemeskéri die Skelettreste aus dem Friedhof von Csongrád-Kenderföld zu veröffentlichen.

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