Folia archeologica 11.

Roska Márton: A bányabükki rézlelet

Zu den anthropomorphen Darstellungen der Biikker-Knltiir 21 dick sind, und sich eben Rändern zu verjüngen. Wenn wir die Mächtigkeit der Wände einer waagerechten Linie entlang unterhalb des Randes messen, ist die Stelle unter dem spitz ergänzten Teil der Venus I. kaum etwas dicker, als die sich anschliessenden seitlichen Teile. 3 0 Neben technischen Momenten versuchte Csalog, sich an zweiter Stelle auf die Formen selbst zu berufen. Er hielt es für ausschlaggebend, dass der Hand des Gefässes der Schulterlinie entspricht, woraus seiner Meinung nach folgte, dass der Kopf höher als die Schultern hätte angebracht werden sollen. 3 1 Da die formenkundliche Beweisführung dieser Frage von erstrangiger Bedeutung ist, wollen wir im folgenden jene Gegebenheiten besprechen, denen zufolge eine Ergänzung der Venus von Kökénydomb mit Kopf nicht anzunehmen ist. Venus I, und ]/enus II. von Kökénjdomb sind ihrer Form zufolge anthropomorphe Gefässe und keine Statuen. Der plastische Kopf ist kein unbedingter Bestandteil der anthropomorphen Gefässe. Einen Beweis dazu liefert das Gefäss aus Kenézlő, das von J. Csalog als Analogie erwähnt wird, um das Vorhanden­sein eines dreieckigen, nach rückwärts fliehenden Kopfes zu unterstützen. Im Falle der Gefässe von Kenézlő wurde der Körper des Gefässes in der Tat mit einer schiefen Fläche dazu geeignet gemacht, um eine dreieckige KopfdarStellung darauf einzuritzen. Auch hier haben wir es also mit einem Gefäss zu tun, das die menschliche Form nachahmt, doch hat es keinen plas­tischem Kopf, sondern ein flaches, eingeritztes Gesicht. Eben das von J. Csalog ebenfalls erwähnte Gefäss aus Szilmeg 3 2 zeigt, dass ein plastisch ausgeführter Kopf kein unerlässlicher Bestandteil der anthro­pomorphen Gefässe ist. Das Idol von Szilmeg ist ein vollkommenes Exemplar. In der Form und im Typen weicht es von der Venus von Kökénydomb ab, im „Wichtigsten" aber, dass nämlich die Schulterlinie dem Gefässrand ent­spricht, stimmen sie miteinander überein. Trotzdem gibt es keinen plastischen Kopf oberhalb der Schultern, auf dem Hals; unter der Schulter jedoch, auf der Seitenwand, wurde das Gesicht dargestellt: die Nase ist plastisch hervor­gehoben, die Augen vertieft, ohne dass ein plasticher Kopf eigens dem Ge­fässrand zugefügt worden wäre. Zwischen Statue und anthropomorphen Gefäss bestehen tiefgehende Unterschiede in der Form, was auch an Hand der Menschendarstellungen 3 0 J. Csalog mass an den zwei Seiten der Venus I. 0,5 cm, in der Mitte 1,4 cm Wanddicke (Csalog ]., a. a . О. S. 29). Es scheint, dass er die Masse bei den durchbohrten Löchern unter den Schultern aufgenommen hat, daher die fast dreifache Differenz der zwei Abmessungen. Der Messpunkt wurde nicht richtig gewählt, da Csalog nicht im Betracht zog, dass die Verjüngungen bei den durchbohrten Stellen daher stammer, dass wegen der plastisch dargstellten Schultern die Gefässwand so dünn gemacht werden musste, dass sich die durchschnittliche Mächtigkeit der Wände mit den Schultern zusammen ergehe. Wenn wir als Messpunkte die Mitte der ange­brochenen Fläche und jene Punkte Wähler, wo sich diesem Teil der intakte Rand anschliesst, stehen 1,35 cm den 0,9 bzw. 1,1 cm pegerüber. Wern wir die Wanddicke in der Höhe des Mit­telteiles messen (1,25 cm), so wird die sowieso peringe Differenz noch kleiner: nur 1 mm. Diese kleinen Differenz ergeben sich aus den Unebenheiten der Gefässwand, die an fast allen Punkten der Venus zu beobachten sind. 3 1 Csalog ]., a. a. O. S. 29. 3 2 In Historischen Museum des Ung. Nationalmuseums. Unveröffentlicht, wird von I. B. Kutzián bearbeitet.

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