Folia archeologica 11.
Roska Márton: A bányabükki rézlelet
17 Der Fundort des vierten Stückes ist Tószeg-Kucorgó (Komitat Szolnok). Seit 1876 wird es im Ung. Nationalmuseum aufbewahrt (Hist. Mus. Inv. Nr. 83/1876.5). Das Bruchstück besteht aus einer flachen Tonplatte, die auf beiden Seiten verziert ist. (Abb. 4, 5—6.) Es hat an beiden Seiten leicht abgerundete, beendigte Ränder. Auf der einen Seite ist eine kerbenförmige Bruchstelle, sie wahrscheinlich die Stelle der abgebrochenen Armes andeutet. In der Mitte der Vorderseite ist eine eingeritzte Linie, die die Fläche in zwei, verschiedenartig dekorierte Felder teilt: das eine ist mit unregelmässigen Ritzen, das andere mit einem angedeuteten Mäandermuster verziert. Die Ritzen auf der Rückseite deuten ebenfalls ein Mäandermuster an. Das Idol ist aus gelblichbraunem Ton, 10,7 cm lang, 7,3 cm breit und 2,0 cm dick. Die flache Form und die beiderseitige Verzierung verbinden dieses Stück mit den Idolen. Die ursprüngliche Form des Idols können wir uns an Hand der Idole von Miskolc-Fütőház und von Újtikos vorstellen. Die Art der Verzierung ist im Bereich der Bükker- und der Theiss-Kultur allgemein verbreitet. 14 In der Umgebung von Szolnok kann diese Art der Verzierung an die Linearkeramik gebunden werden, und hier gibt es auch viele Fundorte dieser Kultur. 15 In Szolnok- Villanytelep wurde sogar bemalte Bükker Ware gefunden. 1 6 In Tószeg kamen von dem Fundorten Paládicspus ^ta 1 1 und Tiszakanyar 1 8 Siedlungen der Linearkeramik zu Tage. Die Form des Fragmentes des Idols von Miskolc-Fütőház können wir nicht mit Sicherheit ergänzen. In Ungarn steht es ohne Analogien da. Die Formung des Oberkörpers als flaches Viereck ist mit den Exemplaren aus Zö'w, Borsod und Polgár-Újtikos in Übereinstimmung. Der Form nach steht es der stilisierten Statuette von Kräsno 1 9 (Kreis Partizánska, Slowakei) am nächsten, die der Badener Kultur zugeteilt werden kann. Der flache, viereckige Körper des Krásnoer Idols hat ähnliche Füsse, wie das von Miskolc-Fütőház, doch sind sie stilisierter. Auch dem Krásnoer Exemplar fehlt der Kopf. Die Figur hebt den linken Arm hoch. Annehmbarer weise war—wie am Fragment zu sehen— auch ein rechter Arm vorhanden. Wir können aus der Bruchfläche darauf schliessen, dass das Idol wohl mit einem plastischen Kopf ergänzt war. Aber trotz dieser übereinstimmenden Züge kann man sich das Idol von Miskoc-Fűtőház auch so vorstellen, dass die hängende Schulterlinie den Abschluss bedeutete, ohne dass auch ein plastischer Kopf noch darauf gewesen wäre. Einen Hinweis dazu finden wir im Bruchstück des Oberkörpers des Idols von Sarovce 2 0 (Kreis 2eliezovce, Slowakei). Das eckige Bruchstück ist oben mit einer geraden Linie abgeschlossen, und die Stückelung bei dem Ende zeigt, dass es auch als Abschluss gedacht war. Die Schultern sind gerade und gegliedert. Wenn wir die Idole von Krásno und von 1 4 Rakamaz, Tompa F., а. а. O. Taf. XXXVI. 2. 1 5 Kalicz N., Jászkunság 2 (1955): 3. S. 34—41; Ders., Tiszazug őskori települései. — (Die urzeitlichen Siedlungen im sog. „Tiszazug".) Régészeti Füzetek 8 (Bp. 1957) S. 27—38. 1 8 Csalog J., a. a. O. Taf. VI. 3. 1 7 Korek /., Szegedi Móra Ferenc Múzeum Évkönyve. (Jahrbuch d. Móra Ferenc Museums Szeged) 3 (1958) 1 8 ebda. 1 9 Vorgeschichte der Tschechoslowakei. Nationalmuseum im Prag. (Prag 1958) Taf. VIII. 2 0 Novo/ny, В., Slovensko v mladsej dobe kamennej. (Bratislava 1958) Taf. XXV. 2. 2 Folia Archaeologica