Folia archeologica 10.

Parádi Nándor: Középkori cserépfedők

160 N. Parádi Bizonyára a felsorolt okok nagymértékben hozzájárultak ahhoz, hogy a lapos fedők készítésével és használatával felhagynak és a későközépkorban már csak a jobban bevált kúpos fedőket találjuk meg. 2 5 parAdi nAndor MITTE LALTERLICHE IRDENE DECKEL Der Verfasser befasst sich mit jener Gruppe der mittelalterlichen irdenen Deckel, welche durch ihre Form leicht auszusondern sind: den flachen, zum grössten Teil tellerförmigen Deckeln. Zur Untersuchung der im Ungarischen Nationalmuseum erhaltenen drei Deckel dieser Art (Taf. XXI. 1, 3. Abb. 31. 1, 3. Zalaszentgrót, Komitat Zala und Taf. XXI. 2, 2a. Abb. 31. 10. unbekannte Fundstätte) sammelte er auch das in anderen Museen befindliche entsprechende Material. (Taf. XXI. 4—11., Taf. XXII. 2, 4—7., Abb. 31.2, 4—9, Abb. 32. 3—8.) Im Lauf der vergleichenden Analyse dieses Materials weist Verfasser nach, dass sich zwar die Deckel hinsichtlich des Griffs (Knauf, Henkel) voneinander wohl unterscheiden, jedoch was Form und Herstellungsart anbelangt, mitein­ander übereinstimmen, im grossen un ganzen also auch der gleichen Zeit angehören. Die Untersuchung der Herstellungsweise ergibt, dass die Deckel auf der Handscheibe geformt wurden. Handscheiben waren im ungarischen Mittel­alter bei den Töpfern im XI —XIV. Jahrhundert in Gebrauch . Innerhalb dieser Zeitspanne sucht Verfasser die Zeit der Deckel noch genauer einzugrenzen, indem er nachweist, dass bei Grabungen von Dörfern der Arpadenzeit — die grösstenteils in Gebieten von Dörfern, die zur Zeit des Mongolensturms, also um die Mitte des XIII. Jahrhunderts zugrunde gegangen waren, durch­geführt wurden — Deckel bisher überhaupt nicht gefunden wurden. Der Verfasser hält es deshalb für wahrscheinlich, dass die Deckel dem XIII —XIV. Jahrhundert entstammen. Im Hinblick auf den Umstand, dass die bisher be­kannten flachen Deckel ausnahmslos in Transdanubien zum Vorschein ge­kommen sind, nimmt er sogar an, dass sie nicht im ganzen Land üblich waren. Da aber das dem XIII. Jahrhundert angehörende Fundmaterial der Ofner Burg solche Deckel, wahrscheinlich aus Wien stammend, aufweist, ist auch die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dass diese Art von Deckeln nach aus­ländischen Mustern angefertigt wurde. Die verhältnismässige Kürze der Zeit, während der diese Deckel ge­bräuchlich waren, sieht Verfasser dadurch erklärt, dass sie nicht zweckmässig waren und mit dem Fortschritte in der Arbeitsmethode der Töpferei von den gleichzeitig mit ihnen hergestellten und dem Zweck besser entsprechenden kegelförmigen Deckeln überall aus dem Gebrauch verdrängt wurden. (Taf. XXII. 1, 3. Abb. 32. 1, 2.) 2 5 L. 23. jegyzet.

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