Folia archeologica 10.

A. Cs. Sós. Das frühawarenzeitliche Gräberfeld von Oroszlány

Das frühaivaren^eitliche Gräberfeld von Oroszlány 117 liehe Technik" des Anhängers betont. 1 3 Ich glaube, dass wir Fettichs Auf­fassung vollkommen teilen können, wonach man mit Hilfe der runden Blech­anhänger von Cadjavica ernsthaft Anhaltspunkte zur Bestimmung des eth­nischen Hintergrundes gewinnen kann. Meiner Meinung nach gibt uns in vielen Fällen gerade die Verfolgung der kleinen, scheinbar unbedeutenden Ob­jekte, die in ihren Fundkomplexen gewisse Abweichungen zeigen, die Möglich­keit, diese Komplexe schliesslich doch zu einer Einheit zu verbinden, welche auf einen gemeinsamen ethnischen Ursprung zurückzuführen ist. Wenn man aber den letzteren Gesichtspunkt in erhöhtem Grade beachtet, steht der An­hänger von Cadjavica eben nicht ausserhalb des „einheitlichen" Fundbildes. In dem Schatzfund (1949) des Gorodisőe von Pasterskoe welcher nach M. J. Brajcevskj in das 7—8. Jahrhundert gehört, kommen zusammen mit verschie­denen Varianten der Ohrringe mit Sternanhänger, enge Analogien der Scheibe von Cadjavica ebenfalls vor. In ihrer Verzierung zeigt sich nur eine geringe Abweichung, da der den Rand zierende Perlenrahmen reicher ist: dreireihig. Es ist aber besonders bemerkenswert, dass sich diese Verzierungsweise auf den sogenannten pseudoanthropomorphen Fibeln des Fundes von Pasterskoe wiederholt. 1 4 Das Bisherige zusammenfassend, können wir feststellen, dass wir, die mit getriebener Perlenreihe eingerahmten, mit Punkkreis in Relief zierten ver­schiedenen Blechanhänger, unter Berücksichtigung auch ihrer Fundkomplex von den Funden von Oroszlány über die Funde des städtischen Gräberfeldes von Pécs, von Cserkút über das dem Martinovka-Kreis angehörende Cad­javica bis zu den Fibeln von Pasterskoe verfolgt haben. Durch die mit diesem Fibeltypus zusammen an anderen Fundorten Südrusslands vorkommenden Objekte aber, haben wir wieder Anhaltspunkte und Beweise für die Verbin­dungen zwischen den Funden in Südrussland un denen von Pécs, sowie denen von Oroszlány. Wir sehen nämlich eine Variante der in den beraubten Grä­bern von Oroszlány gefundenen und in Zusammenhang mit Grab 16 als Kopf­schmuck rekonstruierten, trapezförmigen Anhänger, sowie ihrer Analogien aus Pécs, zusammen mit den Fibeln des Pasterskoe Types erscheinen. So kommt in dem durch M. J. Brajäevskj in das 6—7. Jahrhundert datierten Schatzfund von Ivachnikovo ein trapezförmiger dünner Anhänger, mit einer aus S­förmigen Gliedern zusammengesetzten Kette vor, am unteren Rand trägt er eine Reihe getriebener Punkte. Aus demselben Fund stammt auch ein Bruch­stück eines ähnlichen Anhängers, welcher ausser den getriebenen Punktreihen des unteren Randes auch mit Punktkreisen verziert ist, 1 6 das heisst, mit dem­selben Motiv, das wir bereits auf verschiedenen Anhängertypen bisher beob­bachtet haben. Ein völlig entsprechender Anhänger mit Kette stammt aus dem Fund von Sklerovscina, der gleichzeitig eine zum Pasterskoe Type gehö­rende Fibel enthält. 1 6 Von dem aus dem Schatz von Charivki bekannten 1 3 Fettich N., Régészeti tanulmányok a késői hun fémművesség történetéhez. (Archäolo­gische Studien zur Geschichte der späthunnischen Metallkunst.) (Bp., 1951) АН XXXI. 1 4 Брайчевский, M. Ю., К вопросу о генетических связях ювелирного ремесла антов и Киевской Руси. КС 1(1952) S. 44.; Пастирьский скарб 1949 р. АрхеологГя Ки1в 5(1951)Т. И. 8—9., T. I. 1—3. 1 5 Брайчевский, М. Ю. op. cit. 1(1952)АЬЬ. 2. 1,5. " Орчеть Императорской Археологической Коммиссии за 1905 г. С. Петербурга 1908. S. 98., Abb. 126—127.

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