Folia archeologica 9.
M. Hermann - M. Kretzoi - L. Vértes: Neuere Forschungen in der Jankovich- Höhle
21 Möglichkeit gewährt, in die Feinheiten der Stratigraphie und Klimatologie des Jungpleistozäns dermassen einzudringen, wie mittels der Mikrofauna. Alles, was hier erzielt werden kann, ist im Augenblick das Fixieren einer Dominanzfolge Ursus spelaeus — Rangifer tarandus — heutige Fauna. Abb. 8/a. Das würde sich durch eine aus unseren Fundstellen Bivak-Höhle — Pilisszántó —Jankovich-Höhle kombinierten graphischen Darstellung schematisch wie in Abb. 8 ja wiedergeben lassen. M Mós Kretzoi Schwermineralien der Sedimente der Jankovich-Höhle Von L. Vertes erhielt ich Sedimentmuster aus der Jankovich-Höhle zwecks mikromineralogischer bzw. Schwermineralien-Untersuchung. Vertes versah das zur Untersuchung übergebene Material mit folgenden Bezeichnungen : Jankovich II/l ; 11/2; Il /З ; II/4 ; И/5; II/6 ; II/7 ; TT/8 ; II /9 ; II/ 10 ; 11/11 ; 11/12 ; Jankovich H. 1 ; Jankovich H. 2. Zu den Schwermineralienuntersuchungen gebrauchte ich die Fraktionen 0,10—0,12 mm, die ich trocken mit Hilfe eines Din-Siebes absonderte. Die Auswahl der Schwermineralien geschah mit Hilfe von Bromoform. Den Prozenlsatz der Schwermineralien stellt die nachstehende Tabelle dar. Demgemäss sind in den Mustern Jankovich II/4 —II/8 und Jankovich H. 1 und Jankovich H. 2 Schwermineralien magmatischen Ursprunges (Chlorit, Amphibol, Zirkon, Rutil, Biotit, vulkanisches Glas) und Schwermineralien verschiedenen Ursprunges (Granat, Magnetit, Titanmagnetit, Limonit) nachzuweisen, während in den Mustern Jankovich II/l —II/3 und II /9—II/II neben den Schwermineralien magnetischen und verschiedenen Ursprunges