Folia archeologica 5.

Székely Zoltán: A tekerőpataki népvándorláskori lelet

SZÉKELY: DER FUND VON TEKERŐPATAK (KOM. CSIK) 101 aus Grab 49 (Abb. 66) hat man den Knopf nachträglich befestigt, ganz so wie an der Fi­bel von Tekerőpatak. An der Fibel aus Grab 55 (Abb. 74) ist der Draht an der Achse nur einmal aufgewickelt und es fehlt der obere Knopf, im übrigen ist sie aber der Fibel von Tekerőpatak sehr ähnlich, besonders am Fuss­teil Eine Analogie der Fibel findet sich noch in dem Fibelpaar von Rábapordány (Kom. Sopron), nur sind diese viel prunkvoller. 4 István Kovács hat in Marosszentanna in den Gräbern I, II, XVII, XXIII, XXXVII und XL, LXIII, LXIV Schnallen gefunden, als Streufund kam noch eine weitere Schnalle zu­tage. Aus Grab 36 stammt eine Schnalle mit runder Platte. Alle diese stimmen mit der Schnalle von Tekerőpatak überein. Ganz gleiche Schnallen veröffentlichte András Alföldi. 5 Zu den halbmondförmigen Goldplatten finden wir Analogien im Fund von Gáva. 6 Beschreibung der in den Besitz des Szék­ler Nationalmuseums gelangten Münzen : 1. Hadrianus (117-138 n. Chr.). Mattingly B. III. 170. Coh. 1105. Avers: IMP CAESAR TRAIAN H - AD­RIANUS AUG. Der bekränzte Kopt des Kaisers schaut nach rechts. Revers : Die Aufschrift ist ganz verwischt ; eine stehende weibliche Gestalt. 2. Marcus Aurelius. Coh. 178. Avers: M. ANTONI­NUS A VG. TR. P. XXIU. Der nach rechts schauende bär­tige Kopf des Kaisers. Revers : FELICITAS — AUG COS III (?). Eine stehende weibliche Gestalt, in der rechten Hand das Füllhorn, in der linken eine Lanze. 3. Marcus Aurelius (161-180 n. Chr.) Coh. 91. Avers ; DIVUS M. AN-TON1NUS PIUS. Rechtsschauender 4 András Alföldi, Funde aus der Hunnenzeit und ihre ethnische Sonderung. Arch. Hung. IX. 6 A. a. O. Taf. XXXIV. 2, Taf. XXXIV. 14. « Arch. Ért. XXXI, S. 146, Abb. 4. bärtiger Kopf des Kaisers. Revers : CONSECRATIO. Ein auf einer Kugel sitzender Adler. 4. Faustina Coh. 54. Avers : FAUSTINA AUG. P1I AUG FIL. Der nach rechts schauende Kopf der Kaiserin, die Schrift ist vollständig verwischt. Revers : CON-C-ORD1A. Eine sitzende weibliche Gestalt hält einen caduceus in der Hand. 5. Lucilla. Coh. 62. Das Bildnis der Gattin des Lu­cius Verus schaut nach rechts. Avers : LUCILLA-AUGUSTA. Revers : PUDIC-ITIA. Eine sitzende weibliche Gestalt. 6. Commodus. Coh. 382. XI. Avers : Der bekränzte Kopf des Kaisers nach rechts gedreht. M. COMM. ANT ... (das übrige verwischt), Revers : Aufschrift verwischt, das Bild zeigt eine stehende weibliche Gestalt. 7. Gratianus, (367—383 n. Chr.) Coh. 38. Aureus. Avers : D N GRATIA-NUS P F AUG. Die bemäntelte Bü­ste des Kaisers schaut nach rechts, der Kopf mit einem Diadem geziert. Revers : Die sitzenden Gestalten der bei­den Kaiser halten gegeneinander zu gewendet gemeinsam eine Erdkugel, im Hintergrund die Göttin des Sieges. VICTOR-IA AUGG. TROBC. Die Münzen des Fundes erleichtern die Zeitbestimmung. Die Reihe der Münzen ist ei­ner Kette gleich, die von Hadrianus bis Gra-. tianus verläuft, jedoch mit einer Unterbrechung zwischen Commodus und Constans (?). Die starke Abnützung der Silberdenare zeig, dass sie lange im Gebrauch waren, dagegen waren die Goldmünzen Gratians ganz neu, waren da­her nur wenig oder gar nicht im Umlauf. Diese Tatsache, sowie die Gestalt der Fibel veran­lasst mich, die Zeit des Fundes in die zweite Hälfte des IV. Jahrhunderts, einschliesslich der Zeit des Todes Kaiser Gratianus, 383 n. Chr. zu setzen. Dieser Fund gibt uns wertvolle Belege zur Wichtigkeit der Karpathenpässe in der Ge­gend der Marosquelle zur Zeit der Gothen­herrschaft. Sepsiszentgyörgy Zoltán Székely

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