Folia archeologica 3-4.

Huszár Lajos: Az első szilágysomlyói lelet megtalálásának és bécsbe jutásának története

146 HUSZÁR: DIE AUFFINDUNG DES ERSTEN SCHATZES VON SZI LÁGYSOMLYÓ stände, und mit dem Antrag, dass an die bei der Einlieferung mitwirkende Flora Bokor auch etwas zugeteilt werden möge, auch bittet man dass die mitwirkenden Beamten des Salzamtes wenigstens an dem Drittel des Staates beteiligt werden mögen. (S. im ung. Teil.) Im weiteren bittet man dass Flora Bokor, die als Anzeiger grosse Dinste geleistet hat, nicht ohne Beloh­nung gelassen bleibe. Andernteils meint man, dass auch die mitwirkenden Beamten des Salz­amtes einigen Auspruch hätten, wenigstens auf das dem Staat gebührende Teil. Der weitere Verlauf der Angelegenheit ist unbekannt, die Reihe der Dokumente ist hier zu Ende. * Nach Bekanntmachung der Originaldoku­mente versuchen wir also besonders mit Hilfe des Verzeichnis IX. die vorhandenen einzelnen Stücke mit den Originalaufzeichnungen zu iden­tifizieren. Nach Hampel bestand der I. Schatz von Szilágysomlyó aus folgenden Stücken: Kette, Oberhänge, Ende einer Armspange, 11 Gold­ringe, Goldbulle, Gürtelteil und 14 römische Medaillons. Die einzelnen Stellen des Verzeich­nises (IX) der Reihe nach genommen, können wir die dort aufgezählten Stücke mit Hilfe der Arbeiten von Hampel (H), Fettich (F), Kubi­tschek (K) und Gnecchi (G) folgenderweise identifizieren. (J. Hampel, Alterthümer des frü­hen Mittelalters in Ungarn I—III, 1905., Fettich N., A szilágysomlyói második kincs, Archaeologia Hungarica VIII. 1932., W. Kubitschek, Ausge­wälte römische Medaillons der kaiserlichen Mün­zensammlung in Wien, 1900., Fr. Gnecch'i, I me­daglioni Romani I—III. 1912.) 1. Valens Goldmedaillon К 354. F 13. G Taf. 17, 1. 2. Constantius » » 300. » 4. » » 12, 1. 3. Valens » » 352. » 7. » » 15, 1. 4. Valens » » 355. » 10. » » 16, 1. 5. Gratianus » » 365. » 14. » » 18, 4. 6. Valens » » 359. » 8. » » 16, 3. 7. Valens » » 360. » 11. » » 18, 2. 8. Valens » » 357. » 9. » » 16, 2. 9. Constantius » » 311. » 5. » » 11, 8. 10. Valens » » 358. » 12. » » 17, 2. 11. Constantinus » » 253. » 3. » » 6, 8. 12. Valentinianus » » 351. » 6. » » 14, 11. 13. Maximianus » » — » 2. » — 14, 11. 14. Medaillonförmiges Ohrgehänge aus Gold ohne Auf­schrift, H Taf. 15, 5. F 15. 15. Valens Goldmedaillon К 227. F 1 . G Taf. 5 4. 16. Kette aus Gold mit Steinanhänger und 51 kleinen Anhängern H Taf. 14. F 17. 17. Kleine Goldringe, 24 Stück, H Taf. 15, 3 und 4. F 19. 18. a. Schlange aus Gold mit 2 Steinen an Stelle der Augen H Taf. 15, 2. F 18. b. «Ein St. Grössl» wahrscheinlich H Taf. 15, 1. c. Goldplatte mit Figur H Taf. 15, 6. F 16. Wenn man also die Aufzählung Hampels mit den Daten des Verzeichnises vergleicht, sind leicht zu identifitieren : Die Kette (16), das Ohrgehänge (14), das Armband-Ende (18a), die Goldplatten-Ringe (17), der Gürtelteil (18c) und 14 Medaillons (1—13 und 15), so hat jede9 einzelne Stück dieser lückenhaften Aufzählung und jedes Stück des auf den Tafeln sichtbaren vollständigen Fundes seine Identifizierung ge­funden. Ungewiss ist nur 18b, «Ein St. Grössl». Aber bei Hampel ist auf T. 15, 1, ein Goldreif zu sehen, dann erwähnt er in der Aufzählung eine «goldene Bulle», so ist es nicht ausgeschlos­sen, dass diese drei Benennungen einen Begriff decken, und der im Bild gezeigte Goldreif dar­unter zu verstehen ist. Wie es auch Hampel erwähnt, fehlen aus dem Schatz 3 Stück. Aus den Schriften ist es zu ersehen, dass diese drei Stücke mit jenen iden­tisch sind, die der Vizegespan István Kállai zu sich genommen hat. Diese drei Stücke erwähnt schon die Schrift I., wonach der Vizegespan 1 Stück Goldgegenstand zu 13 Lot und 2 Stück zusammen zu 3 Lot 29 Quintel, zu sich genom­men hat. Genauere Beschreibung finden wir über das eine Stück in der Schrift VII, wo es heisst: «das eine Gold Stück jenem bereits abgeschick­ten Stück sub No. 4. in allen gleichförmig ist». So soll also das verlorene Stück mit dem im Dokument IX, unter Nr. 4. angeführten Meda­illon des Valens ähnlich, resp. gleich gewesen sein. Die Stelle lautet: «Ein detto (d. h. Gold­stück) mit der Umschrift D. N. Valens P. F. Aug. Gloria Romanorum A. N. 12 Loth 2 Quint­chen». Dieses entspricht also dem Medaillon 355 bei Kubitschek, resp. 1 auf T. 16. bei Gnecchi, so soll das verlorene Stück diesem ähnlich gewesen sein. Vorausgesetzt dass das Gewicht nach der 280,614 g schweren Wiener Mark angegeben ist, war das Gewicht des 13 Lot schweren Gold­gegenstandes nach unserer Berechnung 228 g, und wirklich hat das vorhandene Stück nach Gnecchi 219,409 g, zwischen den zwei Angaben ist kein grosser Unterschied, was die Annahme wahrscheinlich macht, dass es identische Stücke sind. Aus den Schriften des I. Szilágysomlyóer Fundes lässt sich also neben der genauen Fund-

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