Folia archeologica 1-2.

László Gyula: Egy régensburgi vállkő

220 LÁSZLÓ: BEITRÄGE ZU EINEM REGENSBURGER KÄMPFERSTEIN Beziehung steht. Dies beweisst ausserdem oben gesagten auch der Ritterstrumpf des Reiters. Das Pferdegeschir ist dagegen so einfach, dass auf Grund diesem, keine ausschlaggebenden Fol­gerungen gezogen werden können. Der unter dem Gürtel sich befindliche Teil der Kleidung des Schildreiters, sowie seine Fusshaltung, errinnert stark an persische Reiterdarstellungen. 26 Diesbezüglich konnte ich in Westen keine Ana­logien finden und müsste man daher annehmen dass diese Details der Darstellung, ebenso wie die Modellierungsweise der Tierkörper, gleich­sam auf orientalische Einflüsse zurückzuführen seien. Es ist höchstwahrscheinlich, dass dieser Kämpferstein unseres Regensburger Meisters kein Erstlingswerk dieses war, sondern, dass er in der damals üblichen französischen Ar­beitsweise, schon vorher mannigfaltige ähnliche Figuren erzeugte. Dieser Umstand dürfte es bedingt haben, dass unter der Hand seines Meisseis, bei der Darstellung der orientalischen Tracht eine, durch französische Einflüsse gekenn­Budapest. zeichnete Mischtracht zum Ausdruck kommt. Die Schilddarstellung ist so alltäglich, dass daraus keine entscheidende Folgerungen gezogen wer­den können. Infolge der Raumverhältnisse ver­anschaulicht die Figur Samsons nur in ihren oberen Teil die übliche Tracht, wärend in der unteren Partie, die konvenzionelle Lösung ver­nachlässigt werden musste. Es ist daraus zu ersehen, dass unsere drei Figuren bezüglich der altmagyarischen Tracht keine neuen Daten liefern. Das Schwergewicht der Betonung fällt auf die Kopfpartie, die üb­rigen Teile entstanden unter den Einflüssen der üblichen Ateliertraditionen und der in Anwen­dung stehenden Musterbücher. Ich halte es für wahrscheinlich, dass diesen Darstellungen ein solches, eventuell in Verlust geratenes, Vorbild zugrunde lag, wo Samson in einer Gesellschaft von mehreren Figuren dargestellt wurde, und fügte der Regensburger Meister in seinem be­handelten Kunstwerk nur die beschriebenen Köpfe ein. Gyula László 1 A. Zeller, DIE KIRCHENBAUTEN HEINRICHS I. UND DER OTTONEN IN QUEDLINBURG, GERN­RODE, FROSE UND GANDERSHEIM. Berlin, 1916. Taf. XXVII. 4. — DIE KUNSTDENXMÄLER DES KÖNIGREICHS BAYERN. München II/XIII. Abb. 91. In den folgenden Zeilen unter KDB abgekürzt. Bezüg­lich der baugeschichtlichen Beurteilungen war mir József Csemegi junior sehr behilflich, wodurch ich ihn zum aufrichtigen Dank verpflichtet bin. 2 G. Voss, BAU- UND KUNST - DENKMÄLER THÜRINGENS. XLI. Jena, 1917. S. 124. kf. — KDB, III/XIV. Abb. 15. III/III. Abb. 27. II/XII. Abb. 126. II/XIII. Abb. 91. usw. In den folgenden werde ich Voss's Werk unter BDTh abkürzen. 3 H. Weigert, DAS KAPITELL IN DER DEUT­SCHEN BAUKUNST DES MITTELALTERS. Ztschr. für. Kunswiss. V. 1. 1936. Abb. 27. — KDB. 1/2. S. 2011 — 12. I Weigert, А. А. O. Abb. 56, 70, 83, 85. 5 Dehio—Bezold, DIE KIRCHLICHE BAUTEN DES ABENDLANDES. Stuttgart, 1887. Taf. 349. 6 KDB. III/XII. Abb. 264, Ende des XII. Jahr­hunderts. 7 R. Wiebel, DAS SCHOTTENTOR. Augsburg. Taf. 3-6. 8 Die Bearbeitung der französischen einflüsse siehe unter: R. Haann, DEUTSCHE UND FRANZÖSISCHE KUNST IM MITTELALTER. Bd. I—II. Marburg, 1922. 9 Hamann, А. А. O. Abb. 1—8. 1 0 Hamann, А. А. O. S. 85 ff. I I László Gyula, ADATOK A KORONÁZÁSI JO­GAR RÉGÉSZETI MEGVILÁGÍTÁSÁHOZ, Szent István Emlékkönyv, III. Budapest, 1938. S. 552 ff. daselbst auch die weitere Schriftumgaben. — Für den mittel­baren orientalischen Ursprung des Regensburger Kämp­fersteines spricht der Umstand, dass der in Indien gefundene ähnliche Kämpferstein denselben Aufban als jener von Regensburg aufweist, aber viel älter als diese ist (Abb. 3). V. A. Smith, A HISTORY OF FINE ART IN AND CEYLON. Oxford, 1911. Abb. 57. Gleichzeitige Parallelen ebenda Taf. XVI. Diese Dar­stellung ist am Orient auch in späteren zeiten beliebt gewesen. 1 2 László, А. А. О. S. 545 ff. weiter die hier gegebenen Anmerkungen. Die unmittelbare Einwirkung der orientalischen Kunst siehe unter: Voss, BDTH. S. 140 ff. 1 3 Gerecze Péter, A PÉCSI SZÉKESEGYHÁZ RÉ­GISÉGEI. Arch. Ért. NF. XV. 1895. Gerecze hat die Parallelen der Samsondarstellungen gesammelt und weisst auf die Verwandtschaft der Mithrasdarstellungen hin (S. 134). — Ferner siehe: F. Kieslinger, DIE MITTELALTERLICHE PLASTIK IN ÖSTERREICH. Wien, 1926. Abb. 1. — P. Clemen, DIE ROMANISCHE MONUMENTALMALEREI IN DER RHEINLANDEN. Düsseldorf, 1916. Abb. 104. — A. Goldschmidt, DIE ELFENBEINSCULPTUREN AUS DER ZEIT KARO­LINGISCHEN UND SÄCHSISCHEN KAISER. Berlin, 1914. Taf. XXXIX. usw. 1 4 Zum Beispiel: J. Baum, DIE MALEREI UND PLASTIK MITTELALTERS, Bd. II. Handb. der Kunst­vviss. Abb. 285. — Clemen, А. А. О. Abb. 132, 134. usw. A. Mailly, ABGÖTTER AN CHRISTLICHEN KIRCHEN. DIE CHRISTLICHE KUNST, Bd. XXV. München, 1928. S. 42—52. 1 6 Fettich Nándor, DIE METALLKUNST DER jLANDNEHMENDEN UNGARN. AHung. Bd. XXL

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