Szilágyi Mária: Domeniul de la Jimbolia - Das Landgut von Hatzfeld - A Zsombolyai uradalom (Székesfehérvár, 2016)

A zsombolyai Csekonics-uradalom és annak öröksége - A zsombolyai uradalom idővonala

DOMENIUL DE LA JIMBOLIA | DAS LANDGUT VON HATZFELD | A ZSOMBOLYAI URADALOM Szilágyi Mária - Anica Draganic ihrem früheren Wohnort keine eigenständige Wirtschaft erwerben konnten." (KOHL, 2014. 288.). Im Archiv von Wojvodina (Vojvodina) zeugt ein interessantes Dokument darüber, dass die Adligen vom Kaiser gewisse Geldbeträge erhalten haben für die Besiedelungen, denn der Großgrundbesitzer con Écska, Lukács Lázár, schreibt in seinem Beschwerdebrief, daß er es nicht beabsichtigt, neue Siedler aus deutschen Gebieten anzusiedeln, denn auch für die vorher angesiedelten Rumänen hat er auch keine Gelder bekommen (AV F 11,1786.). Bei der Ankunft der Familie Csekonics waren auf dem Gebiet des Landguts zwei Ortschaften, wie es aus der damaligen Zeichnung, der ersten Handgezeichneten Karte des Landguts, deutlich hervorgeht (OSZK TK 2 209/Térképtár, ST, 66). Eines war Hatzfeld, eine Ortschaft aus dem Mittelalter mit bereits regelmäßigen Struktur und Zernia, das heutige Serbisch-Czernya, ein Dorf ebenfalls aus dem Mittelalter, das auch während der Türkenzeit erhalten blieb. Ende des XVIII. Jahrhunderts war es noch eine unregelmäßige Siedlung. Die Csekonics's haben später drei andere Dörfer gegründet: Deutsch-Czernya, einen Teil ds heutigen Serbisch-Czernya, Ungarisch-Czernya und das im Mittelalter existierende aber während der türkischen Besetzung entvölkerte Tschestereg. Vermutlich hatten diese ersten Siedlungen eine unregelmäßige Struktur und das regelmäßige Straßennetz wurde vermutlich Anfang des XIX. errichtet. Das Dorf Roggendorf kam erst Ende des XIX. Jahrhunderts in ihren Besitz, als sie ihr Landgut erweitert haben. Die auf dem Gebiet des Besitzes gegründeten Siedlungen folgten den von Maria- Theresia in der Ansiedlungs-Hauptanweisung (Impopulations Haupt Instruktions für das Banat) beschriebenen Instruktionen. Kennzeichnend sind die regelmäßigen Straßenstrukturen, die zwecks Feuerschutz breiten Straßen und die gleichen, tiefländischen Häuser im XVIII, und XIX. Jahrhundert. „Im allgemeinen wurden alle Dörfer im Banat nach regelmäßigen Plänen gebaut, denn fast alle sind im Laufe des vorherigen Jahrhunderts entstanden. Die Pläne waren nicht einheitlich, denn die verschiedenen Verwalter oder Groß-grundbesitzer haben unterschiedliche Entwürfe bevorzugt. Die meisten wurden viereckig geplant, in der Mitte mit einem freien Platz mit der Kirche, das Gebäude der Verwalter; der Platz wird längs und quer von mehreren sehr breiten Straßen überquert, in denen die Wohnhäuser und Höfe in regelmäßigen Abständen sich befinden. Das das Banat flach ist wie ein Zeichenbrett, konnte man hier alle Entwürfe leicht umsetzen, es gab keine natürlichen Hindernisse” (KOHL, 2014. 268.). Anfang des XX. Jahrhunderts verbreiteten sich unter der sich fortentwickelnden schwäbischen Bevölkerung die sogenannten schwäbischen Häuser. Mit ihren städtischen Merkmalen veränderten sie das alte Bild des Dorfes. Das Gebiet der angesiedelten Dörfer, Deutch-Czemya, Ungarisch-Czernya und Tschestereg (Neuhatzfeld) gehörte zum Besitz des Barons, später des Grafen, und die Völker konnten das Land nur pachten. Diesbezüglich Unterzeichneten sie einen Vertrag mit dem Gutsherrn. Im Jahre 1873 hatten die Bewohner, nach 20 Jahren Abzahlung, erstmals die Gelegenheit, ihre Wohnhäuser, Höfe, innere Gärten und äußere Weingärten zu kaufen. Das Land und die Weiden um die Siedlungen gehörten aber weiterhin ausschließlich der Familie Csekonics, bis Anfang des XX. Jahrhunderts, dann wurde auch davon ein Teil in Parzellen aufgeteilt (MNL FML XIII. 5.15. d. 9.). Mit diesem Schritt vollzogen sie eine kleinere Agrarreform, da sie mehr als 6.000 Hektar Land aufteilten und der Bevölkerung verkauften. Die Grafenfamilie hat für die Immobilien aus ihrem Besitz, die verpachteten Grundstücke und Arbeiten Pacht genommen. So war z.B. die Mühlenpacht, Kneipen-pacht. Pflug-, Ernte- und Mähgebühr (MNL FML XIII. 5.15. d. 9.). Die Familie des Gutsherrn kümmerte sich um die Bevölkerung seines Gutes. Die Tageszeitung „Torontál" berichtete über die Hungersnot in Hatzfeld und seiner Umgebung und darüber wie großzügig der Herr seinen Untertanen gegenüber war: „Der edle Graf erreichte mit diesen Maßnahmen, dass in Czernya 280, in Ungarisch-Czernya 120, in Tschestereg und Deutsch-Czernya 60, im serbischen Dorf Klári 40 Leute ordentlich bezahlte Arbeit und Brot für ihre Familien finden. Wir wollen anderer Leute Wohltätigkeit nicht kleinreden, aber wir schulden der Gerechtigkeit soviel, dass wir die edle Tat des Grafen Endre Csekonics nicht verschweigen...” (Torontál, 1898. 24. sz.). Das Aussehen der Dörfer hatte sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert, aber die meisten Häuser zeugen noch in ihrer äußeren und inneren Erscheinung von den Zeiten der Csekonics. Die Dörfer der Herrschaft und ihre Häuser unterschieden sich nicht sehr von anderen Banater Siedlungen und deren Bauernhäusern. Die Besonderheit dieser Dörfer des ehemaligen DOMENIUL... I DAS LANDGUT... | A ZSOMBOLYAI... 91

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