Szilágyi Mária: Domeniul de la Jimbolia - Das Landgut von Hatzfeld - A Zsombolyai uradalom (Székesfehérvár, 2016)

A Csekonicsok - Neves családtagok

DOMENIUL DE LA JIMBOLIA | DAS LANDGUT VON HATZFELD | A ZSOMBOLYAI URADALOM Szilágyi Mária - Anica Draganic Personen an die Familie gerichtet wurden. Darunter befindet sich unter anderen auch das Telegramm von Graf István Bethlen in seinem und im Namen der Regierung (MTI 1929.). Endre Csekonics wurde nach seinem Willen durch ein einfaches Begräbnis im Beisein eines katholischen Priesters am 24. Februar auf dem Friedhof von Enying neben seiner Frau beigesetzt. Er hat es jedoch verfügt, dass sein Sohn Sándor oder dessen Nachfahren ihn und seine in 1922 verstorbene Ehefrau nach Möglichkeit in die Familiengruft von Hatzfeld beisetzen. Für sein Seelenheil wurde in jeder Stiftskirche eine heilige Messe gelesen. Das Testament von Endre Csekonics weist auf die unsicheren Zeiten nach dem Ersten Weltkrieg hin und zum Teil können wir daraus das Bild des damaligen, schon zerrissenen Hatzfelder Gutes kennenlernen. Der Graf sah seinen Nachfolger in seinem ältesten Sohn Sándor, der das Gut weiterführen sollte. Er hoffte, dass die Familiendokumente in seinen Besitz gelangen und dass er den anderen Nachfahren Einblick in sie gewähren wird (BFL VII. 12e.V. (I.) 6237/1930.). Vor seinem Tod schrieb er ein sorgfältiges Testament. Zuerst vor dem Krieg, dann aber bewegte ihn der Tod seiner Frau dazu und schließlich auch die unsichere Zukunft seiner von Ungarn abgetrennten Güter. Sein neues Haupttestament wurde am 17. Juli 1922 in Enying verfasst, dies versah er dann mit fünf Testament-Ergänzungen. Zuerst in Budapest am 25. Januar 1923, dann am 21. Oktober in Enying, am 6. November in Budapest und schließlich am 2. Juni 1926 in Budapest. Seine wertvollste Immobilie, das Schloss in Csitö, ließ er auf seinen Sohn Sándor Csekonics übertragen und verfügte, dass das 1 Ein Zeitgenosse hat von ihm gesagt, er liebte an Glut gebratenen Speck (Szolnok Megyei Néplap, 1968. Nr. 275) 2 Die Zeitung „Egri Újság” hat in 1918 von einem großen Kartenspiel in Wien an dem Gyula Csekonics, damaliger Vorsitzender des Ungarischen Reitervereins 7 Millionen Kronen verlor, was er nach dem Verkauf seines Landguts von Luckendorf erst getilgt hat (Egri Újság, 1918. 215. sz.). Das beweist, dass die Kartenspielsucht der Csekonics's doch nicht nur ein Gerücht war. Gebäude und dessen Mobilien immer vom ältesten männlichen Nachkommen geerbt werden sollen. Falls zur Zeit der Testamentseröffnung Sándor nicht mehr leben sollte, fiele das Schloss an dessen Sohn Endre. Aber der Graf glaubte selber nicht sehr daran, dass das einst so geschätzte Gebäude jemals in den Besitz seiner Familie zurückkehrt (BFL VII. 12 e. V. (I.) 5951/1929.). Seine weiteren Immobilien und Mobilien verteilte er unter seinen Kindern und Enkelkindern, da seine Tochter Andrea zu der Zeit nicht mehr lebte. Pál bekam nur den Pflichtteil, den er in Bargeld aufnahm. Auf den weiteren Teil seiner Erbschaft verzichtete er. Dies geschah, weil er unter seiner Würde heiratete, „ohne zu fragen ehelichte er eine nicht würdige Frau“ (BFL VII. 12 e. V. (I.) 5951/1929.). Da sich in der labilen politischen Situation die Größe seines Vermögens mit jedem Tag änderte, teilte es Endre Csekonics in zehn Teile auf. Drei Teile gingen an seinen Sohn Sándor, je zwei an seine Söhne Gyula und Iván, die Kinder seiner Tochter bekamen insgesamt zwei Teile und seinem Sohn Pál stand trotz des oben Erwähnten ein Teil zu. Außer dem Schloss in Csitö, das seine wertvollste Habe war, nennt er keine anderen Banater Güter, da er entweder nicht wusste, was ihr weiteres Schicksal sein wird, oder es befand sich nichts mehr in seinem Besitz (BFL VII. 12 e. V. (I.) 5951/1929.). Das Landgut von Enying wurde im Testament nicht erwähnt, denn der Graf hat diesen bereits in 1918 seinen Kindern geschenkt. Die Ehefrau von Endre Csekonics war Gräfin Konstancia (Constantia) Sarolta Mária Franciska Felicia Cziráky von Czirák und Dénesfalva, Tochter des Kaiserlichen und Königlichen Kämmerers und Richters, Graf János Cziráky und Gräfin Luisa Dezasse. Von seiner Gattin, die die Palastdame der Kaiserin Elisabeth war, hatte er fünf Kinder: Tochter Andrea, Sohn Sándor, Sohn Pál, ebenfalls Politiker, Senator, Sohn Gyula,1 2 Politiker, Abgeordneter im Parlament, einer der Vorsitzender des Ungarischen Pferdevereins und schließlich Sohn Iván, Diplomat, Politiker, ungarischer Botschafter in Warschau. FAMILIA CSEKONICS | DIE FAMILIE... | A CSEKONICSOK 47

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