Fejér Megyei Történeti Évkönyv 5. (Székesfehérvár, 1971)

Források - Kállay István: Versuch einer Manufakturengründung in Stuhlweisswnburg 1765 – 1769

rend gegen die Konkurrenz der neuen Manufaktur. In diesem Sinne schrieb auch der Magistrat an die Statthalter ei, die trotzdem verordnete, dass die Stadt eine Möglichkeit zur Manufakturengründung gäbe. Der Magistrat be­richtete am 17-ten Mai darüber, dass Berfl unter die Stadteinwohner aufge­nommen wurde. Berfl kam nicht allein in die Stadt, in seiner Begleitung schienen Tuchma­chermeister und -gesellen auf, er brachte selbst sogar Kapitalien mit. Trotz­dem machte der Magistrat ihm dauernd Schwierigkeiten. Die Zechmeister protestierten, weil Berfl angeblich die Gesellen von ihnen wegnahm, er bekam keine Wolle, usw. Die Manufaktur — trotz dieser Schwierigkeiten — arbeitete vier ganze Jahre; in erster Linie Rasch und Kattun erzeugend. Berfl stellte auch weibliche Arbeitskräfte in seinem Betrieb an. 1769 wurde Berfl unter dem Verdacht der öffentlichen Unzucht eingeker­kert. Drei Spinnerinnen legten gegen ihn ein Geständnis ab. Berfl wurde nicht verurteilt, sondern mit der Bedingung freigelassen, die Stadt für immer zru verlassen. Interessanterweise sprach der Magistrat kein Wort in seinem an die Statthalterei gerichteten Bericht über den Prozess. Er begründete das Weggehen Bertis damit, dass er wegen der Konkurrenz zugrundeging, alles verkaufen und die Stadt verlassen musste. So ging die erste Manufakturengründung von Stuhlweissenburg zu Ende.

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