Evangélikus Naptár, 1992

ÉVFORDULÓK, EMLÉKEZÉSEK - Aus Tim Klein: Luther: BEGEGNUNG

Martinus Luther!“ Luther trinkt den Schweizern fröhlich zu, und weil sie des Bieres ungewohnt sind, lässt er sie Wein trinken. „Damit stand er auf, warf den Wappenrock auf seine Achsel und nahm Urlaub, bot uns die Hand und sprach: ,Wenn Ihr gen Wittenberg kommt, grösst mir Euren Landsmann, den Doktor Hieronymus Schürf.4 ,Wir wollen es gern und willig tun, aber wie sollen wir Euch nennen, dass er den Gruss von Euch versteht?4 ,Sagt ihm nicht mehr als das: der da kommen soll, lässt euch herzlich grüssen, so versteht er die Worte bald.4 44 Der Junker begibt sich zur Ruhe. In der Morgenfrühe sitzt er auf und reitet gen Wittenberg. Der Schweizer Student Kessler schildert Luther, den er später in Wittenberg sah: „Wie ich Martinum anno 1522 gesehen habe, war er einer natürlichen Feiste, eines aufrechten Ganges also dass er sich mehr hinter sich denn fürder sich neigte, mit aufgehobenem Angesicht gegen den Himmel, mit tiefen schwarzen Augen und Brauen, blinzelnd und zwitzerlend wie ein Stern, dass sie nicht wohl mögen angesehen werden.“ Luthers Augen gaben einen funkelnden Schein. Sie werden von Zeitgenossen bald mit den Augen eines Falken, bald mit denen eines Löwen verglichen, hatten aldo eine gelbliche Iris. Aus Tim Klein: Luther. 66

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