Szabó Géza: Geschichte des ungarischen Coetus an der Universität Wittenberg 1555–1613. Halle 1941.

Die Ungarn an der Universität Wittenberg im XVI. Jahrhundert - II. Blüte des Coetus - 8. Die finanziellen Verhältnisse

in die BW. einzutragen. Wenn er sein Amt niederlegte, hatte er vor alien Mitgliedern über das gemeinsame Ver­mögen abzurechnen und das vorhandene Geld seinem Nachfolger zu übergeben. Diese Abrechnungen sind — wenn auch lückenhaft82) — für die ganze Zeit des Be­stehens des Coetus erhalten. Die Einnahmen. Es sei zuerst erörtert, aus welchen Quellen die „pecunia communis“ zusammenfloß. Wenn ein Ungar in den Coetus eintrat, hatte er eine Aufnahmegebühr zu entrichten. Bei der Gründung des Coetus betrug diese Gebühr ein „Joachimicum“83). Die Höhe des Betrages wechselte dann „aureum“84), „tal. 3“85), „tal. 3 minus gross. 10“86), „tal. ä1/^87 * *)? „tallerum l“i88), „tal. 2“8y) und meistens „aureum 1 et tallerum 1“90). Aus einigen Aufzeichnungen ist ersichtlich, daß die Mitglieder auch für die Teilnahme an den gemeinsamen Disputalionen des Coetus eine bestimmte Summe zahlen mußten91 * * *). Weit mehr Bedeutung als diese kleineren Einnahmen hatten die zahlreichen Geldgeschenke, die dem Coetus oft von seinem ehemaligen Mitgliedern oder seinen Freun­82) Die Abrechnung fehlt bei dem Senior 1, 2, 5, 6, 10, 11, 12, 14, 25, 31—51. 83) Das Gesetz von 1555: VI. 8“) BW. 158. 88) BW. 165. 88) BW. 165. 87) BW. 152, 165. 88) BW. 134, 136. 89) BW. 152, 154, 165. so) BW. 136, 137, 152, 154, 157, 158, 160, 164, 165, 167, 168. 91) 1578 hat Andreas Szalai „pro cooptatione et disputatione simul tall. 1. aur. 2.“ bezahlt (BW. 157). Franz Debreceni, der 29. Senior (1580), erwähnt am Ende seiner Eintragungen: „Pro cooptatione in Coetum et disputatione sollenni nihil a dominis popularibus accepi“ (BW. 164). Es läßt sich nicht mehr feststellen, ob diese Gebühr für die Teilnahme an den allgemeinen Disputationen (disputatio), oder den feierlichen Disputationen (disputatio sollemnis) entrichtet wurde. 75

Next

/
Oldalképek
Tartalom