Szabó Géza: Geschichte des ungarischen Coetus an der Universität Wittenberg 1555–1613. Halle 1941.

Die Ungarn an der Universität Wittenberg im XVI. Jahrhundert - II. Blüte des Coetus - 7. Das wissenschaftliche Leben des Coetus - Die vier Vorträge

Den Gegenstand dieses Vortrages bildet die Lehre vom Fegefeuer, gegen die als eine Erfindung der Päpste der Ver­fasser mit scharfer Polemik ankämpft66). Der vierte Vortrag stammt von Valentin Sárközi: ORATIO DE MODO CONSIDERATIONIS PRIMI PRINCIPII EX NATURA et disposilione universi: Quatenus videlicet congruere et cum ipsa reve­latione possit: Witebergae, in inclyto Nationis Ungaricae coetu Scripta et habita A VALENTINO D. SÁRKÖZIO UNG. Witebergae. Typis Zachariae Cratonis. ANNO MDLXXXVIII67). Dieser Vortrag befaßt sich mit der Schöpfung der physischen und mit den Problemen der metaphysischen Welt68). 66) Der Gedankengang des Vortrages ist folgender: Nach der Einleitung wirft der Vortragende die Frage auf, wohin die , Seelen sich nach dem Tode wenden. Die römische Kirche läßt sie ins Fegefeuer (in purgatorium) gehen. Die Heilige Schrift und ihr folgend die reformalorische Kirche lehrt: die Gläubigen kommen in den Himmel, die Gottlosen (a Deo alieni) in die Hölle. Es ge­schieht deshalb, weil Christus „unicus Mediator Dei et hominum est“ . . . „Christus unica sua morte devixit satellites inferorum“ . . . „Facti sumus haeredes Dei, cohaeredes autem Christi“. Mit bibli­schen Zitaten beweist er, daß Gott barmherzig ist (Psalm. 46: 3—4, 103: 8, II. Sam. 7: 14; Jer. 33: 21). „Vitam aeternam enim, qui pro­misit Deus, non mentietur“. Deshalb sind die Lehren vom Purgato­rium nur „ludibriae poetarum multiformitium“ und „paleae nimirum et stipulae“. Solchen Lehren öffnen die „exorbitantes Papicolae“ sofort ihr Herz. Auch die Schrift spricht von einem Feuer, das aber eben solche Lehren wie die Lehre vom Fegefeuer vernichten wird. Endlich schließt der Vortragende mit polemischer Tendenz seine Rede. Dieser Vortrag, der 22 unnumerierte Seiten umfaßt, ist also rein theologischer Natur. 67) RMK. III. 783. Zum Lebenslauf des Verfassers sind An­gaben in der obengenannten Studie von Herrn M. Asztalos zu finden. 68) Die Verfasser der einleitenden Begrüßungsgedichte sind Michael Forgács und Franz N. Debreceni. Nacher steht die Wid­mung des Verfassers „GENEROSO AC MAGNIFICO DN. D. SIGIS- MUNDO RÁKÓCZI COMITI COMITATUUM Borsod ac Heves etc. nec non supremo sacrae Caesareae Regiaeque Maiestatis Capitaneo Agriensi etc. Dn. ac Patrono suo benignissimo. S. P.“ Nach der Einleitung erörtert der Redner die Schöpfung. Von der Erschaffung des Menschen sagt er: „Ac ut summatim dicam, 69

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