Szabó Géza: Geschichte des ungarischen Coetus an der Universität Wittenberg 1555–1613. Halle 1941.

Die Ungarn an der Universität Wittenberg im XVI. Jahrhundert - II. Blüte des Coetus - 5. Die Beziehungen des Coetus zu den Bewohnern der Stadt - Die Beziehungen zu den höheren Schichten der Bürgerschaft

gliedern des Coetus tritt in der ED. zu Tage, die ihm als „communi gentis Ungaricae in Academiam Witebergen- sem studiorum causa affluentis parenti“ gewidmet ist. Zuletzt soll das segensreiche Verhältnis zwischen den Professoren und dem Coetus hervorgehoben werden: Der ganze Coetus achtete die Professoren hoch, wie es in den Statuten gefordert wurde27). Auch die Professoren bewiesen an dem Leben, ider Arbeitsgemeinschaft und der ganzen Tätigkeit des Coetus lebhaftes Interesse. Ganz besonders herzlich war der Verkehr vor allem zwischen Philipp Melanchthon und den Mitgliedern des Coetus28). Es bestanden sehr enge Beziehungen auch zwischen den anderen Professoren und dem Coetus. Davon sprechen vier gedruckte Gedichte, von Professoren verfaßt. Drei da­von enthalten Abschiedsverse an heimkehrende Coetus- mitglieder29). Im vierten Gedicht beklagt der Professor Friedrich Taubmann das in Wittenberg 1598 entschlafene Mitglied Stephan Szikszai30). Die Mitglieder des Coetus kamen also mit den ein­fachen Bewohnern der Stadt Wittenberg kaum in Berüh­rung. Dafür war der Verkehr mit den lateinisch sprechen­den Einwohnern desto lebhafter. 27) Das Gesetz von 1555: I. und 1571: X. 28) V. Fraknói: Melanchthon és magyarországi barátai. Budapest. 1874 (deutsch übersetzt von A. Dux: Melanchthons Beziehungen zu Ungarn. Budapest. 1875); J. Pokoly: Melanchthon és a magyarországi reformáció (Melanchthon und die Reformation in Ungarn). Prot. Egyh. És Isk. Lap. Jhg. XL (1897) 117—121 und L. Stromp: Ungarn und Melanchthon. Deutsch-evangelische Blätter. Jhg. XXVIII (1903) 227—246. 29) Die Namen der Professoren und der Studenten sind: 1. Andreas Jodocus im Jahre 1588 an Nicolaus T. Debreceni (RMK. III. 777); 2. Wolfgang Franz im Jahre 1589 an Alexander Szamosközi (RMK. III. 797) und 3. Heinrich Maius im Jahre 1589 an Johann Garai Tolnai (RMK. III. 799). »®) RMK. III. 925. 57

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