Vukov Konstantin: A középkori esztergomi palota épületei (2004)

Zusammenfassung

Wendeltreppe beweist, dass die oberen Räume mehr beschützt waren als die unten liegenden Räume, weil die oben liegenden Räume konnten ausschließlich von unten erreicht werden. Die bloss von einer Wand begrenzte breitere Wende­treppe führte wahrscheinlich zum Dach des Turms. Die zwei vertikalen Verkehrssysteme waren vo­neinander unabhängig. Der Beatrix-Saal Die auffälligste Dekoration des Beatrix-Saales ist der repräsentative Doppeltor, davon der grössere Bogen zum Studiolo, der kleinere Bogen zu einer Balkonnische führen. Der Saal wurde vom romanischen Kreuzgewölbe bedeckt, dessen Gewölbeschluss viel höher war, als der Bogen­scheitel des Gewölbesatzes auf der Wandebene. Die Auswahl der Art des Gewölbes zeigt, dass kein begehbare Ebene über dem Gewölbe fand. Der Fußboden war ursprünglich von roten Kalksteinplatten bekleidet. Auf der im 15. Jahrhundert mit etwa 45 cm erhöhten Ebene lagen gebrannte Ziegelplatten. Dieser Ziegelfuß­boden wurde bei der Aufdeckung in den dreißi- gen Jahren entfernt. Über die Abbauarbeiten sind keine archäologische Dokumentation geblieben, doch die Auffüllungen beinhalten immer wertvolle, die Altersbestimmung ermöglichende Funde. Das Gewölbe kann von den Ruinen gut rekonstruiert werden. Das Studiolo Dieser mit zwei Gewölbeabschnitten und römis­chem Kreuzgewölbe verfügende Raum aus dem 12. wurde im 15. Jahrhundert durch Renais­sancegemälden aktualisiert. Von den gemalten Figuren sind nur die vier Bilder der wichtigsten Tugenden geblieben, wir können uns aber die alte Pracht vorstellen, die dem humanistischen Bischof Johannes Vitéz zu danken war. Die jetzt laufende Restaurierung bestätigt die Tätigkeit eines Künstlers von hoher Qualität, der wahrscheinlich im Kreis von Filippino Fippi lernte. Während der türkischen Kriege ein Drittel des Saals und die Gewölbe vernichtet wurden. Während der Arbeiten der Ausgrabungen wurden die Teile des die Gewölbcfelder abtrennenden Traggurtbogens in den Ruinen gefunden. Auf die Steine wurden Zodiakus gemalt, der Bogen kann also in der Reihe wiederhergestellt werden und damit wird auch die genaue Restaurierung der Gewölben ermöglicht. Die Kapelle Auch die Kapelle schließt sich an der Privatwoh­nung. An der Kapelle schließen sich zwei Räume, der südliche Raum war ein Verbindungsraum in der Richtung der Privatwohnungen des Palastes. Daraus kann es darauf zu schließen, dass diesem Raum auch die Funktion der Sakristei zukam. In den dreißigen Jahren beschäftigte man sich mit der Kapelle am meisten, hier wurden die meisten Rekonstruktionsbauten und authentischen Ergänzungen durchgeführt, damit der Erlebnis des damaligen Innenraums für die Beobachter der Gegenwart wiedergeben werden kann. Die künstlerische Ausbildung der Kapelle kann in der Fachliteratur als verarbeitet betrachtet werden. Der Repräsentationsflügel Wichtige Teile der im Ende des 14. und im 15. Jahrhundert gebauten Residenzgebäude waren die für Versammlungen, Zusammenkünfte gebauten Prunksäle. Von den Quellen kennen wir den Prunksaal des Palastes des Erzbischofs in Esztergom, den auf die Donau aufgehenden Außengang und die Kapelle der Sybille. Der Prunksaal, der Außengang und die Kap- pele mit ihrer protorenaissancen Wandgemälden bildeten eine architektonische Einheit. Die drei Teile dieser Einheit entwickelten sich ver­schiedenartig. Eine solche architektonische Kom­position kann ohne die Vorbilder anderer grossen Residenzen, der französischen Schlösser, der deutschen Rathäuser und der Residenz der ungarischen Könige, Buda nicht vorgestellt wer­den. Die bedeutendste architektonische Leistung war der Palastflügel mit dem Prunksaal. Der Prunksaal Die Überreste des ehemaligen Prunksaales fanden wir im Gebäude der barocken Kaserne. Auf den mittelalterlichen Überresten wurde die Kaserne der österreichischen Garnison gebaut, diese Gar­nison blieb dort bis 1820. Davon blieb die Ben- nenung die Kaserne. Die Präsentation anläßlich des Millenniums zeigt etwas aus der Wirkung des Repräsentationsraums der romanischen Zeit. Pa­rallel mit der westlichen Wand wurde am Ende des 12. Jahrhunderts (oder am Anfang des 13. Jahrhunderts) ein langer Palastflügel eingebaut, der wahrscheinlich ein Tiefstockwerk, ein Erdgeschoss und Obergeschoss hatte. 95

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