Esztergom Évlapjai 1988

István Huszár: Német nyelvű rezümék

ISTVÁN HORVÁTH' FORSCHUNGSERGEBNISSE ÜBER DIE STELLE DER MÜNZANSTALT VON ESZTERGOM Die Stadt Esztergom war in den ersten Jahrhunderten nach der Landesnahme nicht nur Sitz der Arpádenkönige, sondern zugleich auch einebedeutende Handelsstadt. Seit dem König Stephan war hier auch lange Zeit die einzige Münzanstalt des Landes tatig. Da uns aber die Inschriften der früheren Münzen über Ort und Stelle der Prágung keine genaue Anhaltspunkte geben, kann man das Bestehen der Münzpragung im 11. Jahrhundert nur indirekt beweisen. Zu den Beweisen gehörer z. B. das Gesetz Karls des Grossen, laut dessen die Münzen immer am Königshof geprágt werden sollen. Das sog. Pisetumrecht des Erzbischofs von Esztergom, dessen Beauftragte die Prágung der Münzen überwachten, bekraftigt ebenfalls Esztergom als den Ort der Prágung. Als Beweis gilt auch ein Dekret des Königs Kámán (1100), nach dem man die Denarsteuern jáhrlich nach Esztergom liefern soll; die Steuern wurden namlidh dorthin gebracht, wo auch das neue Geld geprágt wurde. Eine Urkunde (1221) erwahnt den Namen eines Esztergomer Bürgers, der Meister der königlichen Münzpráger war. Die archáologischen Funde in Kovácsi bekráftigen ebenfalls die Geld­prágung in Esztergom; zu den Beweisen gehört auch ein Pragestempel, der spater leider verloren ging. In Esztergom kamen auch 6 Geld­wechselwaagen zum Vorschein, die Münzpráger waren namlich zugleich auch die Geldwechsler. Wir können auch jene Frage beantworten, wo die Münzanstalt, an der das Geld jáhrlich geprágt wurde, in Esztergom gestanden sein soll. Einige Forscher glaubten, die Spuren der Münzpragung auf der Burg entdeckt zu habén, auch war man der Meinung, dass die Münzen in Kovácsi geprágt wurden. Dr. Horváth vertritt die Auffassung, dass die Münzanstalt und der Kammerhof in dem s. g. Szennye-Palast der kö­niglichen Freistadt zu suchen ist. Die Tatsache, dass sowohl der Ankauf als auch der Verkauf des Palastes im Laufe des Mittelalters immer vom König genehmigt werden musste, zeigt ebenfalls auf die Bedeutung und Funktion des Gebáudes hin. Dieser Palast stand auf der nördlichen Seite des mittelalterlichen Marktplatzes, und musste grösser gewesen sein, als die übrigen Bauten der Stadt. Die Benennungen des Palastes in altén Urkunden (palacium Civitatis, magnum palacium) beziehn sich ebenfalls auf seine Grösse. Die kürzere Fassade des Palastes konnte 27—35 m lang gewesen sein. Die Forschungen des Verfassers führten zu der Auffassung, dass man die vermutliche Stelle des Szennye—Palastes auf die Hausnummern 15—17—19, 18—20—22 des heutigen Széchenyi­platzes lokalisieren kann. Zwei Ansichtsbilder aus dem ld. Jahrhundert beweisen, wie sich der Palast damals seiner Umgebung anpasste. Das erste, ein in Frankfurt/ Main erschienenes Flugblatt, ist besonders wertvoll. Es stellt das Sankt Lorenz—Tor, dar, rechts und links sind die mit Wassergraben und Türmen 413;

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