Esztergom Évlapjai 1983

Rezümék

RAJMUND HEGEDŰS: BEITRAGE ZUR KULTURGESCHICHTE DER STADT ESZTERGOM IN DEN 30ER JAHREN DES 19. JAHRHUNDERTS Der Erzbischof Rudnay verlegte im Jahre 1820 seinen Sitz nach Eszter­gom und damit begann in der Geschichte der Stadt eine neue Periode. Der Erzbischof wollte zuerst mit grossartigen Bauarbeiten eine neue Ka­thedrale bauen. Die Grösse des Planes und des langsam entstehenden Bau­es erweckte das Interesse mancher Schriftsteller und Wissenschaítler. Zu ihnen gehörten auch Ferenc Kazinczy, der annerkannteste Dichter und Schriftsteller seiner Zeit, Karoly Rumy, Jurist und Profes­sor, weiterhin Anton Reguly, der Begründer der finnisch-ugrischen Sprachwissenschaft in Ungarn. Ferenc Kazinczy besuchte im Jahre 1831 seinen Freund Izidor Guzmics in Pannonhalma und kam von dort auch nach Esztergom, um hier seinem Freund Rumy auch einen Besuch abzustatten. Er besichtigte den Bau der Kathedrale, und schrieb seine Erlebnisse in seinem Reisetagebuch nieder. Kazinczy ist von dem, was er sieht, ganz fasziniert. Im Kreise seiner Esztergomer Freunde verbringt er einen angenehmen Abend. Sie unterhalten sich über die Lage der ungarischen Literatur und über die Angriffe, die der Kritiker Bajza gegen Kazinczy und Rumy gerichtet hat. Nach anderthalb Tagén verlásst Kazinczy Esztergom und reist mit dem Dampfer nach Vác. Károly Rumy wohnte zu dieser Zeit in Esztergom, er gehörte übrigens zum Freundenkreis von Kazinczy. In seiner Beschreibung der Stadt (in einer deutschsprachigen Handschrift) befasst er sich auch mit dem Bau der Kathedrale und erwáhnt eine sg. „Wasserkunstmaschine". Diese Maschine saugt auch beim kleinsten Wasserstand der Donau das Wasser aus dem Fluss und drückt es 155 Fuss hoch in die Behálter auf dem Ber­ge­Anton Reguly unternahm eine Reise von Zirz nach Selmecbánya. In Esz­tergom bewundert er die Grösse und Stárke der Grundmauern der Ka­thedrale, lobt die Schönheit der Gruft, in der es auch 39 Grabstátten für die Erzbischöfe gibt. In Selmecbánya beschreibt er die Technik der Berg­bauarbeit, hebt einige Maschinen hervor, so z. B. die Maschine von József Károly Hell. Die Studie ist reich an Zitaten aus den Tagebüchern von Kazinczy und Reguly; der Verfasser nimmt an, dass die Beschreibungen von Reguly hier zum erstenmal im Druck erscheinen. Die Abhandlung weist aufgrund einer vielseitigen Analyse der Werke von Rumy und József Helischer darauf hin, dass das Werk von Rumy eine Abschrift des Werkes von Helischer ist. Bisher glaubte man, Helischers Werk, eine lateinische Be­schreibung des Komitates von Esztergom, ist uns nur in einem einzigen handschriftlichen Exemplar überliefert worden. 513

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