Bélai Iván [et al.]: Köztéri alkotások
VI. Utószó
IV. KREUZE Hetves Józsefné, Bélay Iván 167. In der Nähe des Honved-Friedhofs.im ehemals »Zämboi-Flur benannten Grenzgebiet (auf dem heute der Fahrradweg angelegt ist) ließ 1782 Györegy Bádi,ein Landwirt von Szentgyörgymező, ein Holzkreuz errichten, an dessen Stelle später ein Steinkreuz kam. Die Inschrift ist heute schon Schwer zu lesen: Ihn lobte und umarmte Jesus Christus, ließ mit der Gnade von István Bádi dessen Sohn István Valér Bádi, Prediger der Franziskaner, 1884 errichten. Zur dankbaren Ehrerbietung für den Urgroßonkel von Ferenc Bádi 1967 renoviert. Leider läßt sich die Inschrift nur schwer entziffern, weil sie von Vandalen mit Ölfarben Übergossen wurde. Der am Kreuz hängende (vermutlich bronzene) Christusleib fiel der Altmetallsammlung zum Opfer. 168. Am Beginn der breitesten Straße von Szentgyörgymező, der früheren Öreg-Straße (und heutigen Hunyadi-Straße) ließ 1783 der Landwirt Mihály Nagy ein Steinkreuz errichren. Später umgab man es mit einem Eisenzaun. April 1997 betonierten Béla Könözsy und Béla Kondár den Sockel des Kreuzes ein, reparierten den Eisenzaun und strichen ihn neu. Hier befand sich die dritte »Szene« der Fronleichnahmsprozession, die Laubhütte. 169. Es war ebenfalls Mihály Nagy, der 1784 auf dem hohen, auf die Donau hinausragenden Felsen des Hosszü-Berges ein Holzkreuz errichtet hatte, aus Dankbarkeit, daß seine Familie von der Tobsuchtepedemie verschont geblieben war. Dieses Kreuz wird Epedemiekreuz oder Fieberkreuz genannt. Widrige Wicterungseinflüße haben das alte Kreuz ruiniert, an seiner Stelle ließ Fürstprimas János Simor in Wien ein großes Eisenkreuz anfertigen, das er dann am 3. Mai 1871 weihte. 1906 bröckelte die Felsspitze wegen des Steinbruchs ab und wurde lebensgefährlich. Aufgrund der Fachmeinungen von Geologen wurde das Kreuz etwas nach hinten versetzt und die gefährliche Felsspirze abgetragen. Jedes Jahr zog die Prozession im Mai zu diesem Kreuz. Bis die Gläubigen den Gipfel erreicht hatten, waren sie so ins Schwitzen gekommen, daß sie sich im kalten, von der Donau her wehenden Wind verkühlten. Am darauffolgenden Tag hatten sie Fieber und Schüttelfrost. Deshalb wird das Kreuz im Szentgyörgymezőer Volksmund auch Schüttelfrost-Kreuz genannt. 111