Beke Margit [et al.]: Vitéz János emlékkönyv

Tartalom - Rezümék

ein günstigeres Geschick zuteil. Die frühe Geschichte Englands hat eine Reihe von Bürgerkriegen, furchtbaren Rachen. Hinrichtungen verfolgt, Matthias, der Löwenzornige Matthias hat die sish gegen ihn wendenden Rebellen schnell enthüllt, sie mit keinem sehenswerten Tode, sondern mit ziemlich schonungsvoller Gefangenschaft bestraft. Die inneren Wie­dersprüche des feudalen politischen Mechanizmus sind natürlich auch in Ungarn zum Ausdruck gekommen, aber sie wurden irgendwie zu den Folgen des Lebens gezählt. Auf dessen Grund ist es verständlich, dass Johannes Vitéz die ehemalige Ordnung der Epoche von Sigismund wie­derherstellen wollte, also die Verhältnisse einer Epoche in der wir eben die Verbandsbildung, die Liga, die inneren Konflikte der Grossherren für auffallend halten. Über den anderen grossen Wiederspruch, der sich aus der internationalen Lage Ungarns aus den Alternativen der auf die Auffordenung der Türkengefahr zu gebenden Antwort — ergeben hat, haben wir vorher schon gesprochen. In dieser Hinsicht hat sich die Lage — seit Sigismund, dem der Ausban der südlichen Schutzlinie zu danken ist, der im Jahre 1402, den Sieg von Tamerlán über den türkischen Sultan erlebt hat — grundsätz­lich verändert. Die türkische Expansion hat sich wieder verstärkt. 1456 konnte sie bei Belgrad noch aufhalten, aber der südliche, Balkan-Vor­gelände ist zu dieser Zeit schon verlorengegangen. Die südliche Angriffs­Strategie von Hunyadi ist nicht mehr fortsetzbar gewesen. Es sind die Alternativen des Selbst-Schutzes, oder der ebenso viel Energie verzeh­renden zusammengesetzten Monarchie geblieben und der sich daraus ergebende Widerspurch ist immer stärker geworden, der oft widers­pruchsvolle Antworte produzierte, sogar auch im politischen Wegsuchen derselben Persönlichkeit. Im grossen Themenkreis der Bildung haben unsere Vortragenden die Tätigkeit von Johannes Vitéz von mehreren Standpunkten beleuchtet, deren humanistischen Charakter von hohem Niveau einstimmig hervorhebend. Über die Bibliothek von Johannes Vi­téz haben wir viele interessanten Detaile erfahren. Von den 500 Bänden seiner Bibliothek — die zu der Zeit eine bedeutende Anzahl gewesen ist — sind 36 Kodexe auch heute identifizierbar. Ebenso wichtige Beiträge haben unsere Informationen über den Hof von Vitéz in Grosswardein. über die künstlerischen Berüge seines Palais in Esztergom präzisiert. So. über die Tugende darstellenden Wandbilder der Arkaden, weiterhin über die Beziehung von Vitéz zu den Naturwissenschaften, besonders zu der Sternkunde. Die Rede ist teils in Form einer Diskussion auch über den Esztergomer Hof von Vitéz und über die Mitglieder seines Kreises, schliesslich über die Ergebnisse der archäologischen Aufschliessung des Esztergomer Palais und ihrer Rekonstruktion gewesen, mit der fach­lichen, gründlichen Sachkenntnis, mit der unsere Spezialisten so grün­lich in Ordnung bringen und vorlegen können das. das aus unseren ehe­maligen Kunstdenkmälern nach viel Verwüstung bis heute zurückgeb­lieben ist. In der fachgemässen Befassung mit den Ruinen hat sich Un­garn auch in internationaler Hinsicht grosses Ansehen erworben. Es wäre viel besser, wenn auch die Politik einst es erreicht hätte, das aus den Kunstdankmälern für unsere Tage nicht nur Ruinen ührigbleiben Schliesslich möchten wir kurz auf die — übrigens rechtmässige — Fest­stellung reagieren, dass die Wissenschaften dort blühen, wo die wirt­180

Next

/
Oldalképek
Tartalom