Beke Margit [et al.]: Vitéz János emlékkönyv

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ISTVÁN HORVÁTH DER PALAST VON JÁNOS VITÉZ (Neuere Forschungen in der Burg Esztergom Gran) Auf dem Graner Burgberg stehen Baudenkmäler der ungarischen Geschichte von herausragender Bedeutung. Die Burg und die Stadt Gran selbst spielten in der ungarischen Geschichte eine wichtige Rolle, beson­ders zur Zeit der Staatsgründung, aber auch später, bis in die Zeit der Türkenkriege. Auf den Resten der ehemaligen römischen Festung (castrum) auf dem Burgberg liess Fürst Géza (972—997) die erste Burg errichten. In dieser Burg wurde der erste ungarische König Stephan der Heilige (1000—1038) geboren und lebte dort. Von diesem Zeitpunkt bis zu den Verwüstungen durch die Tataren ist Gran königlicher Sitz und gleichzeitig — durch das von König Stephan gegründete Erzbistum auch das Zentrum der unga­rischen Kirche. Am Anfang des 11. Jh. stehen in der Burg der königliche und der erzbischöfliche Palast und die Domkirche, diese wurde nach der grossen Feuerbrunst am Ende des 12. Jh. in der Zeit Béla III. (1173— 1196) wieder aufgebaut. Nach der Verwüstung durch die Tataren verlegte Béla IV. 1256 den königlichen Sitz nach Ofen (Buda) und verleiht den Palast gemeinsam mit der ganzen Burg dem Erzbistum. Von diesem Zeitpunkt an bauen die Graner Erbischöfe, welche gleichzeitig meist auch Kanzler Ungarns sind, auf dem Burgberg. Von diesen bedeutenden Bauarbeiten im 14 15. Jh. zeugten lange nur schriftliche Qellen, weil der Grossteil der Bauten während der späteren Kriege vernichtet wurde, 1543 hatte nämlich Sul­tan Suleiman die Burg erobert, sie blieb mit Ausnahme von zehn Jahren (1595—1605) bis 1683 eine wichtige Grenzburg des türkischen Reiches. Zwischen 1526 und 1685 wurde mehrmals versucht, die Burg im Sturm von den Türken zuzückzuerobern und im Laufe der kriegerischen Ereig­nisse fielen die ehemals schmucken Gebäude grösstenteils in Trümmer und wurden dann umgebaut. Nach der Vertreibung der Türken wurde die neue Basilika an der Stelle des alten Doms erbaut (1822—1869). An der stelle des alten Palastes wurden zwischen 1934 und 1938 archäologische Forschungen vorgenommen und dabei die Reste des Königlichen Wohnturms aus dem 12. Jh. und die königliche Burgkapelle aus den Erd-und Trümmerschichten freigelegt. Die archäologischen Forschungen wurden in den 60er Jahren unter Leitung von István Méri. Emese Nagy, dann von István Horváth weiter­geführt und brachte besonders in den letzten zehn Jahren wichtige Ergeb­nisse. es kamen bedeutende Reste des grossen Palastes vom Ende des 12. Jh., welcher teils abgerissen, im 14. Jh. völlig umgebaut wurde, dann später im 15. Jh. in der Zeit des Erzbischofes János Vitéz (1465—1472) mit einem neuen Flügel — in gleichem Ausmass wie der frühere — gewaltig umgebaut wurde. Es gelang bedeutende Reste dieses Palastes, über den zeitgenössische historische Quellen (A. Bonfini, R. v. Lubenau, S. Gerlach, W. Wratislaw, G. Heltai) ausführlich berichten, durch archäologische Frei­176

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