Beke Margit [et al.]: Vitéz János emlékkönyv
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mária prokopp DER ERZBISCHOF JOHANNES VITÉZ UND DIE BILDENDE KÜNSTE Johannes Vitéz (1408 —72) der erste hochgelehrte Humanist in Ungarn war ein berühmter Mäzen der bildenden Künste. Er hat nicht nur die Kodexe seiner reichen Bibliothek mit den besten Miniaturisten verzieren lassen und die Bauten seines Bischofssitzes erneuern lassen sondern er hat auch grossen Wert an ihren inneren würdigen Ausstattung gelegt. Der Stil der Wandmalereien is seinem Esztergomer — obgleich nur in Fragmenten gebliebenen — „Studiolo" beweisen es überzeugend. Die Fresken am Nordwand mit den Inschriften Prudentia. Temperantia, Fortitudo, Justitia stellen die Allegorien der vier — Kardinal —Tugenden dar. Die fast lebensgrosse Frauengestalten in gemalten Renaissance — Loggien, die die besten Formsprache der italienischen Malerei der 1460-er Jahre reprezentieren, strahlen die These der Ethik von Aristoteles in der Vermittlung des Ambrosius und Augustinus und bezeugen das Lebensprogramm des Erzbischofs Johannes Vitéz. Seine berühmte Briefe und diplomatische Reden gefasst in höhster humanistischen Art der Zeit sagen seine Idee, seine Prinzipen entschieden aus: die Form ist kein Selbstzweck nur Mittele in dem Dienst seines beliebten Landes Ungarns. Callimachus schreibt: „im Hof des Johannes Vitéz halen sich alle Reden und Diskussionen auf die Wahrheit gerichtet. Er und seine Freunde sind jeden Tag gelehrter und edelmütiger geworden." Die Etik, die Tugenden waren in Ungarn in den 1460-en Jahren (Türkengefahr, Husitismus. Zwist, usw) besonders gewünscht. So haben die Tugenden eine grössere Betonung in dem Palast des Erzbischofs Vitéz gehabt als in den humanistischen Zentren Italiens. „Justitia non est nisi sit prudens, fortis et temperans" — lehrt Augustinus nach Piaton. Deshalb wenden die Allegorien der Weisheit, der Stärke und der Mässigkeit nach der Figur der Wahrheit an den Fresken in Esztergom zu. Die vorliegende Studie analysiert die Darstellungen der einzelnen Allegorien nach ihren Inhalten und Formen. Es wird festgestellt dass die hohgebildete christliche — humanistische Lehre hier in dem besten künstlerischen Form des Filippoi Lippi's Stil in 1465—67 erscheint. Die Wanddekoration des erzbischoflichen StudienSaales in der Residenz in Esztergom folgt den Normen der Estätik des Leon Battista Albertis. „An den Wände der Säle gibt es keine schönere Malerei als die Säulenreihe" schreibt er um 1450 in sienem berühmten Opus „De re aedificatoria libri decern". 173