Beke Margit [et al.]: Vitéz János emlékkönyv

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árpád szállási JOHANNES VITÉZ UND DIE NATURWISSENSCHAFTEN Die naturwissenschaftliche, geschichtliche Bedeutung des Eszter­gomer Erzbischofs Johannes Vitéz ist nur in Europäischen Dimensionen zu messen. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts sind der Huma­nismus, dann die Renaissance aus Italien ausgegangen. Diese geistigen Bewegungen haben anfangs die Wiederentdeckung der Schöpfungen der vom Mittelalter verbergten und vergessenen altertümlichen Áutoren, nach der Buchdruckerei ihre Verbreitung in breiterem Kreise bedeutet. Johannes Vitéz hat die Bedeutung der Bewegungen erkannt. Deshalb war er bestrebt, talentvolle Menschen nach Italien zu schicken, wie zum Beispiel Janus Pannonius, bzw. von dort gut ausgebildete Menschen nach Ungarn einzuladen, wie den Naturwissenschaftler Galeotto Marzio, absolvierten Arzt, aber auf Renaissance Art denkend, der seine zwei­bändige ärztliche Schöpfung (De homine libri duo) in Esztergom geschrieben und den Gewohnheiten der Epoche nach, aus ehrfürchtigem Dank Johannes Vitéz gewidmet hat. Die Vorbilder von Johannes Vitéz sind nämlich die grossen italienischen Mäzene gewesen, die neben der Entwicklung der Wissenschaften im reinen gewesen sind. Der grosse Beschützung der Kunstarten auch mit der Bedeutung der Entwicklung der Wissenschaften im reinen gewesen sind. Der grosse ungarische Oberpriester-Humanist hat seine Laufbahn als innerer Rat des Königs Sigismund von weltgeschichtlicher Bedeutung begonnen und als wichtigster Wirtschaftsrat des gegen die Türken einen Kampf auf Tod und Leben führenden János Hunyadi fortgesetzt, später als Ober­priester der grossen Gestalt des europäischen Humanismus, unseres Königs Matthias. Er ist zugleich auch sein Erzieher gewesen. Später ist er aber mit ihm in Konflikt geraten und dieser Bruch hat sich für sie beide sogar auch für das ungarische Königtum von tragischer Aus­wirkung erwiesen. Als sich Johannes Vitéz entschlossen hat, Grosswardein, dann Esz­tergom auf den geistigen Rang der italienischen Städte zu heben, hat er den grössten Sternforscher — Mathematiker der Epoche, Regiomontanus hierher gerufen, der hier unter anderem die Gründe der Trigonometrie erschafft hat. Er hat einen astronomischen Messeapparat gebaut und eine Tabelle zusammengestellt (Tabulae directionum), die sich auch für die Durchführung der geographischen Ortsbestimmungen geeignet erwiesen hat. Neben Regiomontanus (geboren in Königsberg) hat auch der Pole Márton Ilkuszi Bylica hier gearbeitet, der später zum Hofs — Sternfor­scher, Leibarzt des Königs Matthias geworden ist und ihm das Horoskop gestellt hat. Regiomontanus, Bylica und Galeotto Marzio sind grosse Gestalten des europäischen Humanismus, der Renaissance und der universalen Wissenschaftsgeschichte. Im Falle von Johannes Vitéz ist nicht nur das erstaunlich, das er seine späteren Schützlinge mit ausge­171

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