Fritz Reinöhl: Ergänzungsband 7. Geschichte der k.u.k. Kabinettskanzlei (1963)
I. Die Entwicklung der Kabinettskanzlei - 4. Die Vereinigung des Kabinetts Josephs II. mit jenem Maria Theresias und die Entwicklung der Kabinettskanzlei 1780 bis 1918 .
72 Ritter von Seidler dem Kaiser mit der Begründung, „daß ein ehemaliger Politiker für die Stellung des Kabinettsdirektors ... sich im gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mehr eignet“ sein Rücktrittsgesuch, das der Kaiser tagsdarauf bewilligte 160). Zugleich betraute er den Sektionschef Ernst Freiherrn Weber von Ebenhof mit der Leitung. Am 11. November, an welchem Tage Kaiser Karl Schönbrunn verließ, um sich nach Eckartsau zurückzuziehen und nie mehr wiederzukehren, dürfte er den Befehl zur Auflösung der Kanzlei gegeben haben 161). Die Auflösung war am 21. Dezember vollendet162). io«) Ebenda, ZI. 40. 161) Kein schriftlicher Befehl vorhanden, sondern nur ein Ersuchen Webers vom 20. 11. an das k. k. Finanzministerium, die Pensionierung der Kabinettsangestellten mit 1. 12. durchzuführen. Direktionsakt ZI. 42. 162) Direktionsakt ZI. 46, 48/1918.