Fritz Reinöhl: Ergänzungsband 7. Geschichte der k.u.k. Kabinettskanzlei (1963)

VI. Die Angestellten - 3. Die nationale Zugehörigkeit und die Sprachkenntnisse der Beamten

335 zum Kabinettsregistratursoffizial ernannte im Ministerium des Äußeren als Konzipist tätige Alexander von Hillenbrand 126). Als die­ser am 17. Mai 1883 in den Ruhestand trat, wurde er durch Cornel Freiherrn von Hahn ersetzt, der bis 9. November 1898 diente 106). Neben diesen konnten Polnisch auch Géza Marzso, der vom 15. August 1886 bis zum 18. Mai 1901 127), und Dr. Ottokar Mikes, der vom 25. Februar 1893 bis 6. Juni 1918 in der Kanzlei diente128). Am 15. Oktober 1899 ist Sawicki gestorben. Voller Ersatz für ihn wurde durch die am 25. November 1899 erfolgte Einberufung des Ruthenisch und Pol­nisch beherrschenden galizischen Statthaltereibeamten polnischer Natio­nalität Dr. Johann Witoslaw Lewicki beschafft, der bis zur Auflösung der Kabinettskanzlei diente 129). 1904 bemühte sich der Kabi­nettsdirektor Schiessl einen zweiten jener beiden Sprachen mächtigen Beamten einzuberufen; er fand ihn in dem galizischen Bezirkskommissär Edmund Ritter von Jurytowski. Er trat seinen Dienst am 11. Mai jenes Jahres an, schied aber, da er gebeten hatte, wieder in den politischen Dienst zurückkehren zu dürfen, am 10. Februar 1909 wieder aus130). Als Ersatz für ihn wurde am 11. März 1909 abermals ein gali­t.iver Regierungskonzipist, 2. 9. 1874 der Bezirkshauptmannschaft Rudolfswerth zugeteilt, mit der Führung der Grundentlastungsgeschäfte bei der dortigen Lokalkommission betraut, 13. 7. 1876 zur Dienstleistung bei der Landesregie­rung in Laibach einberufen, 15. 1. 1877 unbeschadet dieser Verwendung mit der Abwicklung der Grundentlastungsgeschäfte bei der Lokalkommission in Laibach ad personam betraut, 12. 4. 1877 provisorischer Bezirkskommissär, 10. 5. 1877 mit der Redigierung des Landesgesetzblattes für Krain betraut, 11. 5. 1877 dem Präsidialbüro der Landesregierung zugeteilt unbeschadet der sonsti­gen Verwendung, 19. 2. 1879 definitiver Bezirkskommissär, 17. 11. 1881 Kabi­nettskonzipist und Hofsekretär, 7. 7. 1886 auf eigene Bitte Entlassung aus dem Staatsdienste, da der Vater seiner ihm 24. 9. 1885 angetrauten Frau Maria Edlen von Furtenbach ihn zum Kompagnon gemacht hat und ihm seine Fabrik bald übergeben will. (Direktionsakt 8/1881, 5/1886). 126) * 1834 in Sambor Galizien, diente seit 1. 5. 1849 in der Armee zuletzt als Oberleutnant des Infanterieregimentes Nr. 20 und Lehrer im Kadet­teninstitut zu Fiume, 4. 5. 1866 Kanzlist im Haus-, Hof- und Staatsarchiv, 12. 3. 1867 Offizial im Ministerium des Äußeren, 10. 10. 1868 Kabinettsregi­stratursoffizial mit Rang eines Ministerialkonzipisten, 18. 12. 1878 Kabinetts- registratursadjunkt, 21. 9. 1880 Titel kaiserlicher Rat, 17. 5. 1883 dauernder Ruhestand mit Titel u. Charakter Regierungsrat, Ordenskanzlist des Ordens der Eisernen Krone, 6. 12. 1880 Greffier desselben, 18. 1. 1904 Schatzmeister desselben, t 23. 6. 1910 Wien. (Kriegsarchiv Grundbuchblatt J. R. 20, effektiv Bd. 21, Nr. 73, Admin. Registratur des Ministeriums des Äußeren, F 4 ältere Personalia, Direktionsakten 14/1868, 22/1877, 10/1880, 2/1883, 5/1904, 5/1910, Sep. 505/1883, 20/1904; Hüter in Gesamtinventar, Bd. 1, S. 53). !2?) S. Anm. 69. 128) vgl. über ihn Kapitel VII. 129) vgl. über ihn Kapitel VII. 130) * 21. 11. 1873 Lemberg, jur. Studien und alle Staatsprüfungen in Lemberg, 20. 12. 1896 Konzeptspraktikant bei der galizischen Statthalterei, 20. 6. 1900 Statthaltereikonzipist, 30. 11. 1903 Bezirkskommissär, 11. 7. 1897

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