Leo Santifaller: Ergänzungsband 2/2. Festschrift zur Feier des 200 jährigen Bestandes des HHStA 2 Bände (1951)

IX. Nachträge - 82. Thea Oschinsky (Liverpool): Südtiroler Urkunden im Britischen Museum

Südtiroler Urkunden im Britischen Museum. 533 prospecerint, celeri satisfactione cadent tam ipsi quam heredes eorum ab omni iure suo decimis in predictis; que libere ad nostram erunt ecclesiam convertende et tam neglecta quam detenta nichilominus repensabunt, et si ius, quod sibi conpetit, decimis in predictis vendere decreverint, ecclesie nostre emendum primitus exhibebunt et si ecclesia nostra non redimet liberum sit eis vendere cuicumque, nostre ecclesie per omnia iure salvo. In cuius contractus evidentiam presentes eis dedimus nostri sigilli communis muniminem roboratas adiunctis nominibus testium rogatorum, quorum nomina sunt hec: Albertus de Laya, Gerlagus frater suus, Conradus de Monte, Jacobus Theyser, Jacobus de Laya, Nicolaus frater Martini, Haynricus Pircher, Dominicus de Prad. Datum et actum in Nouacella anno incarnacionis dominice M °CC °LXXXXII0 in vigilia omnium sanc­torum. Siegel des Propstes von Neustift an Pergamentstreifen, rund (55 mm), Siegelbild: Maria, sitzend, mit dem Christuskind; beschädigt. 5. 1309 JUNI 26, BRIXEN. Dekan Sachs und das Kapitel zu Brixen verleihen den Meiern Albrecht und Niklaus den Meierhof Stilfes (südöstlich Sterzing) gegen den im Urbar verzeichneten Zins unter der Bedingung, daß der Hof ohne Wissen und Zustimmung des Kapitels weder geteilt noch verkauft werde x). Perg. (22 y2 b x 2iy2h). — S.: Add. Ch. 16304. In dorso: Est locato curie villicarie in Stilves. (Hd. des 15. Jahrhunderts.) Chunt sei getan allen den, di disen prif lesent oder lesen horent, daz wir Sahsse von gotes gnaden techant und allez capitel ze Brihsen mit gemaeinem rat gelihen und gelazzen haben Albreht und Nyklavs unserin maeigern ze Stiluis unsern maeiger hof datz Stiluis, also daz si denselben hof diweil si lebent haben sulen, gesuoht und ungesuoht, erbown und unerböwn und swaz dar zü gehöret. Also daz si uns davon gantzlich geben sulen alle jar den alten und den gesatzten zins swi er genant sei und als wir in unz her in nutz und in gewer praht haben und als wir in auch geschriben vinden an unserm urbor püche. Und in swelhem iar si daz versitzent, so sulen si gestanden und gevallen sin an a) alle Widerrede b) vom allem dem reht, daz si gehabt solten haben an dem selben hof; und swenn ir deiner niht en ist so sol der ander desselben reht oder sinen taeil von uns besten als er stat an uns vindet; wil awer er des niht entün, so sulen wir mit demselben taeil tűn, daz uns nutz und güt ist; swenn awer si peide niht en sint, wellent dann ir eriben denselben hof von uns besten mit solhem gedinge, daz zeitlich ist, des sulen wir in paz gunnen dann c) vremden laeuten. Wellent d) si des auch niht entün, so sulen wir aversa schaffen mit dem selben hof, daz uns nutz und güt ist. Auch haben wir daz gedinget, daz di vorgenanten laeut den selben hof di weil si lebent niht taeilen sulen, noch verchummern, noch versetzen, noch verchauffen, noch irs rehtes anwerden gegen nieman an unsern willen, noch an unser hant. Tunt si des niht, swaz si dann damit schaffent, daz sol dehein chraft niht enhaben und sulen da mit gantzlich gevallen sin von ihrem reht als vor geschriben ist. Wer auch das derselbe hof von in verasumet wrde, als erwer laeut gesprechen und gesagen mugen auf iren aeit, so sulen sie aversa dehein reht dar an niht enhaben und sol uns derselbe hof von in aller dinge ledich sin. Und daz der sacche also si und auch peidenthalbe staet beleibe, darumb haben l l) Siehe auch Urk. n. 6. a) a aus v verbessert. b) rede über der Zeile nachgetragen. c) Schluß-e radiert. d) t über der Zeile nachgetragen,

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