Leo Santifaller: Ergänzungsband 2/1. Festschrift zur Feier des 200 jährigen Bestandes des HHStA 2 Bände (1949)
I. Archiv-Wissenschaften - 5. Karl Lechner (Wien): Das Archiv der ehemaligen Propstei Gloggnitz, seine Geschichte und seine Bestände, nebst Regesten
Archiv der ehemaligen Propstei Gloggnitz. 61 28. Wien, 1334 XI 10. Die Herzöge Albrecht und Otto von Österreich beurkunden dem Abt von Formbach, daß wegen des Schadens, den er an der Gastung seines Hauses in Gloggnitz genommen habe, dieses Haus, sein Propst und sein Gesinde durch zwei Jahre hindurch frei und ledig aller Gastung sein soll. Siegler: die Aussteller (beide Siegel abgefallen). (Nr. 197) 29. 1335 IV 24. Margarethe, die Witwe Ortolfs von Tenich, verkauft den Hof zu Tenich (= Unter Danegg), den sie zu Burgrecht von Formbach gehabt hat, diesem Kloster. Siegler: -Ortolf der Tetschan und Heidenreich Tetschan (Siegel 1 abgefallen). Viele Zeugen. (Nr. 187) (*) 30. 1337 XI 30. Ulrich der Vrodner beurkundet, daß ihm Abt Engelschalk von Formbach all das Gut zu rechtem Burgrecht verliehen hat, das seine verstorbene Frau vom Kloster hatte, mit dem Dienst ,,wie der in dem Urbarpuech benant ist“; auf einen Weingarten am Silberberg, den seine Frau dem Kloster vermacht hat, verzichtet er. Siegler: Hertnid von Kranichberg. (Nr. 158) 31. 1338 VI 3. Abt Engelschalk von Formbach verleiht den Hof zu Rehwang (Ehs. Rebanghof, OG. Prigglitz, in Rotte Rehgraben) dem ehrbaren Wülfing dem Rehwanger zu Burgrecht. Siegler: Aussteller. (Nr. 118) 32. 1340 II 25. Stefan der Chlevber gibt die Eigenschaft eines Weingartens, gelegen an der Aichleiten in dem Stuppach, den Eberl zu Weissenbach von ihm gehabt hatte, dem Abt Engelschalk zu Formbach. Zeugen. Siegler: der Aussteller und Weigant der Snewerger. (Nr. 157) (*) 33. 1342 XI 11. Ortolf der Taetschan zu Pottschach, Burggraf zu Kreuzenstein, kauft von seinem Onkel Ulrich dem Holzapfel einen Hof zu Pottschach, der dem Gotteshaus zu Formbach Burgrecht dient, ,,als Burgrecht ist der zwei Lande zu Österreich und zu Steier“. Siegler: Aussteller und sein Bruder Jans der Taetschan. Zeugen: darunter Jans, Pfarrer zu Pottschach, und Ulrich, Pfarrer zu Gloggnitz. (Nr. 125) 34. 1345 IV 24. Osterhilt zu Werd, Schwester der Aschpechinn zu Gloggnitz, gibt die Gült in dem Dorf zu Werd (Wörth, OG. Enzenreith), auf dem halben Lehen beim Griezz, dem Gotteshaus zu Formbach, ,,als Gewohnheit ist der zwei Lande zu Österreich und zu Steier“. Siegler: Herr Eberhard, Propst zu Gloggnitz, Wigant der Snewerger und Nycol der Petzei zu Neunkirchen. Zeugen. Das kreisrunde Siegel des Propstes zeigt Maria mit dem Kinde, auf dem Throne sitzend. Umschrift: S. Eberhardi sacerdotis. (Nr. 44) (*) 35. 1345 VI 22. Hermann von Klamm verkauft sein rechtes Eigen, 14 ß Geldes zu Gloggnitz in dem Dorfe (mit genauen Hausangaben), dem Herrn Meister Piterer, Pfarrer zu „Grautscharn“ (Greischern, Grauscharn, gewöhnlich Pürgg, im Ennstal) und Chorherr zu Passau, „als Eigens Recht ist der zwei Lande zu Österreich und zu Steyr“. Siegler: Aussteller. (Nr. 103) 36. 1350 II 24. Weigant von dem Wolf verkauft einen Weingarten, rechtes Eigen, zu „Linstnich“ (Liesling, OG. Buchbach) „an dem Spitz“, dem Andre, Pfarrer zu Kirchberg. Siegler: Aussteller und Rudiéin der Wisenfrezz. (Nr. 47) 37. 1350 IV 1. Wolfhart der Dürrenpech teilt mit seinem Bruder Erasmus das Gut nach dem Tode ihrer Mutter. Darnach erhält Erasmus: den Gengleinshof und ein halbes Lehen und Dienste von einer Badstube daselbst, alles Lehen vom Herzog; ein halbes Lehen zunächst dem „neuen Haus“, dient Burgrecht dem Kloster Altenburg; ein halbes Lehen zu Maissau, davon 45 /& Dienst gegen Ravelsbach zu dem Licht; ferner 10/Ä zu Hohenwarth, 5 ^ zu Meizleindorf (Groß-Meiseldorf) auf einem Hof, dient dem Herrn von Gars, und Dienst in „Meinhartstorf“ (abgek., westlich Ravelsbach), Lehensgut von den Kuenringern. Siegler: Aussteller, Jans der Turtendorfer, Wolfhart der Dürnpech, Burggraf zu Sleuntz (Burgschleinitz). (Nr. 175) 38. 1350 IX 21. Weichart von Topel, Hofrichter in Österreich, beurkundet, daß im Hoftaiding die Ansprüche des Weigant von Spilam (Spillem, GB. Stockerau) gegenüber dem Abt von Formbach wegen eines Briefes, den Abt Engelschalk ausgestellt hatte, als abgetan und ledig erklärt wurden. Siegler: Aussteller. (Nr. 200) 39. 1350 XI 11. Heinrich der Geroltzloher verkauft dem Pfarrer Andre von Kirchberg 14 ß 14 /Ä zu Gloggnitz, die früher dem Hermann von Klamm gehört haben, und vom Meister Piterolf zur Heimsteuer für seine Muhme, die Frau des Ausstellers, gegeben wurden. Siegler: Aussteller, Piterolf und Perhart von Göttschach und Rudiéin Wismann (— Wisenfrezz). (Nr. 2) 40. 1353 VI 15. Andre, Pfarrer zu Kirchberg, Otto, des alten Richters Sohn zu Paierbach, und dessen Bruder Niclas geben dem Konvent zu Formbach 3 ft, gelegen zu Gloggnitz auf besti tetem Gut und in der Pfarre auf Überländgut und einen Weingarten zu „Listnich“ (Liesling), der Eigen ist, für zwei Wochenmessen zu Gloggnitz auf dem Berg in unserer Kapelle auf dem Gottsleichnam- und St.-Andrä-Altar; und für ein Nachtlicht mit Öl und Unschlitt und für Licht bei Messen und