Leo Santifaller: Ergänzungsband 2/1. Festschrift zur Feier des 200 jährigen Bestandes des HHStA 2 Bände (1949)

IV. Quellen und Quellenkunde - 22. Othmar Wonisch (Graz): Unbekannte Glossen zur Historia miscella und ihre weitere Verwendung

372 Wonisch, Annales Marbacenses, ed. H. Bloch: L = Hs. 454, Graz, Hist. mise. f) g) h) pag., linea modo esse cepit, Hesperia fere omni et Lybia barbaris addicta. Dazu am Rand: Quarto Roma est capta. Über die Glosse handelt Bloch, Annalen usw., S. 115, Anm. 3. Weiteres darüber in einem anderen Zusammen­hang. 25, 12—14: ... Totyla ... Romam peciit eamque circumcludit quinta iám vice. Die Randnote hiezu: Quinto Roma capta est. Über die Fort­setzung der Glosse in L weiter unten zu pag. 25, 32 ff. 25, 27—28: Hier wird die Erzählung im Sinne und unter Benützung der gleichen Worte wie bei den übrigen Einnahmen Roms weitergeführt und abgeschlossen. 25, 32—26, 4: Mirandum est . . . domina. Der Schlußsatz: Sed de his dicta sufficiant gehört nicht mehr der Glosse an. Bezüglich des Wortes „domina“ verweist Bloch in Ann. Marb., pag. 26, n. 1, und Die elsässischen Annalen, a. a. O., S. 114, auf Auct. Neub. pag. 477, 4. Daß die Römer die Herren der Erde waren, drücken auch zwei andere Glossen in L, Bl. 97 a und 139 b, die in der Gruppe III abgedruckt werden, aus. Mit dieser Glosse befaßt sich auch Haller, a. a. O. S. 86, wozu auch ebenda in der Beilage, S. 121, die Stelle zu ver­gleichen ist: Quis enim nesciat Roma­nos olim rerum dominos fuisse et fines eorum cum finibus mundi termi­nari ? Blatt cepit, Hesperia fere omni et Libia barbaris addicta. Illa: Roma per Totálam quarto(!) iam loco a conditione sua capta est. 11 a—b: (unter Auslassung der gleichen Worte) Quod admodum mira bile est . . . precipuis antea regnis .. . Niniven . . . Persipolis ... postea tamen tributa . . . Roma autem etsi ... libera, etsi ... domina. Gruppe III. Der Codex L weist sehr viele gleichzeitige Glossen auf, doch sind sie vielfach belanglos. Zur Vervollständigung des Bildes sollen im folgenden doch die wichtigsten ausgehoben werden, zudem eine Anzahl von ihnen sich vielleicht noch mit den schwer oder nicht mehr lesbaren Randnoten im Codex Jenensis identifizieren läßt. Ich gebe sie in der Reihenfolge, wie sie in L eingetragen sind.

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