Leo Santifaller: Ergänzungsband 2/1. Festschrift zur Feier des 200 jährigen Bestandes des HHStA 2 Bände (1949)

III. Heraldik und Geneologie - 17. Anna Coreth (Wien): Ein Wappenbuch Kaiser Maximilians I.

302 Coreth, und S waben, die ytz verrumbt sein, die löblichen ertzhertzogen zu Österreich, mit heyrat eingewachssen und doch durch die Burgunder mit dem swert herttigclich angefochtten. Darumb fúrt kunig Max disen schild gar. Kiburg. Das ist ein lannd auf dißmals Sweytz, darunnder dann Freyburg in Vchtlannd gehört; es ist eingeleibt in dieselben wappen der Bernner lannd, nw durch die eydgenossen genannt Vchtland, mitsambt der bemelten stat Freyburg, dabey der perg stet, darauf Fabius Albrecht gehaust hat und darauf Freyburg und vil annder purg gepawt und darnach durch sein tugennt das haydenisch fürstenthumb, das auf dißmals gehört hat zu dem kunigreich Arlan und Pro- fanntz, und darnach sich selbs zu einem künigreich aufgeworffen mit dem cristenlichen glauben durch den babst und Römischen kayser auf diss zeit die Tälianer bestett; dardurch hat Burgundj seinen namen behallten nach den Borgunnden, nw genannt Vchtland, dieselben Borgunnden und Vchtlannd, der Herrn vom geblut Habsperg von Fabj Albrecht komén sein, haben geherscht und herschen noch in Eisass, Swaben und Österreich, wiewol in durch die Frantzosen unnd Sweitzer mit dem swert dieselben lannd enntpfrombdt sein; doch aus gütlicher Schickung ist durch heyrat künig Max die grafschaft Burgundj, die durch die Franntzosen dem kunig abgetan und der cron von Frannckreich angefallen mit dem swert, widerumb mit heyrat künig Max angefallen. Darumb so furt künig Max mit cron disen schild gar. Namur. Das ist ein grafschafft und sein erbfursten von Lottaric und haben die zeit das Römisch reich erblich geregirt; dasselb gesiecht ist abgestorben durch weiplich stammen wie Franckh- reich und verwechsselt und verkaufft umb ettlich gütter in Frannckreich und hundert tausennt gulden darzu geben. Darumb so fürt kunig Max als ein hertzog zu Burgundj disen schild gar. Zütphen. Das ist ein grafschaft gewest des reichs wie Gelldern; damit ist ein herr von Gelldern vor zeitten belehenet gewesen und incoperirt dem furstenthumb unnd hertzogthumb Gelldern. Darumb so fúrt kunig Max disen schild, der mit dem swert gewonnen worden ist, gar. Frießlannd. Das ist ein furstenthumb, durch belehnuss körnen vom reich durch die graven von Hollannd, doch ein tail sein gehorsam gewesen und der merer tayl nit. Darumb so furt kunig Max disen schild gar. Wynndische March. Das ist ein herschafft, erkaufft von den hertzogen zu Steyer von irer herrschafft, die abgestorben sein, aus wal der unndersessen, der freyen Wynnden. Darumb so furt kunig Max als ein ertzhertzog zu Steyer disen schild gar. Mechel. Das ist ein herrschafft, erkaufft von den herrn von Mecheln weiplichs gesiecht belehennt vom Römischen reich. Darumb so furt kunig Max disen schild neben Brabannt gar. Porttenaw. Das ist ein herrschafft, dieselb herrschaft von den Venedigern vertryben, ist verkauft den ertzhertzogen zu Kerennden auf diss zeit herrn von Österreich, haben das mit dem swert wider die Venediger behallten. Und gehört gen Ytalien. Darumb so fúrt kunig Max disen schild gar.

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