Leo Santifaller: Ergänzungsband 2/1. Festschrift zur Feier des 200 jährigen Bestandes des HHStA 2 Bände (1949)

III. Heraldik und Geneologie - 17. Anna Coreth (Wien): Ein Wappenbuch Kaiser Maximilians I.

Ein Wappenbuch Kaiser Maximilians I. 299 Lotterick. Das ist gewesen ein ertzfürstenthumb, eingeleibt sind darynn das furstenthumb Brabannt, Lymburg unnd der maist tayl des stiffts Lüttich und ist durch krichsfell zertrennt worden; die ertz kumbt von Lottaric, die natürlich Römisch kunig gewesen sind, darumb so fúrt kunig Max den schild wie Burgundj gar. Brabannt. Das ist ein furstennthumb, den schild furt er auch wie Burgundj, halb ist es körnen von Lottrickh unnd das annder halbteyl hernachmals von Römischen reich wie Burgundj, darumb so furt künig Max disen schild gar. Steyer. Das ist ein alts furstennthumb unnd ein hertzogthumb adelich, durch heyrat und erb- töchter an die löblichen fürsten von Österreich gefallen. Vil haydenisch fürsten haben das geregirt, darnach durch frey wal ist das lannd mit einem fürsten, am ersten marggrafen, darnach hertzog geregirt worden; darumb kunig Max aus erbschafft furt tittel und schild gar. Kerenden. Das ist ein ertzhertzogthumb löblich unnd durch wal und übergab einer erbtochter an die löblichen fürsten von Österreich gewachsen, welich durch haydenisch fürsten und darnach cristenlich und einer gemeiner lanndtschaft altzeit gekoren und durch einen pauern auf einem perg, genannt nach seinem hof der künig zu Zol, altzeit belehent zutzaichen keiner würdigkayt dann irs aigen lanndsfürsten; darumb so fúrt kunig Max disen schild gar. Crayn. Das ist ein neu furstenthumb, ein glid der cron in Krabaten, ist an die fürsten von Österreich körnen den merem tayl keuflich und heyratlich; darumb so furt künig Max disen schild gar. Lymburg. Das ist ein furstenthumb neben Brabannt geflossen und da das gesiecht Brabant abge­storben ist, das widerumb an Brabannt gewachssen; darumb so furt kunig Max als ein ertz- hertzog zu Österreich und zu Burgundj gar. Lützemburg. Das ist körnen an das hawß Österreich natürlich nach ableybung künig Laßla zu Hunngern undBeheim und ertzhertzog zu Beheim und ertzhertzog zu1) Lutzemburg, welches lannd gefellen ist auf keyser Friderich, an seinen nechsten erben und frund und darnach durch ein suptilich übergab kunig Laßla swesster als der eitern swesstern von kunig Karl des sibennden, durch übergab körnen an hertzog von Burgundj und doch durch heyrat an künig Max, wie obstet gefallen; darumb so furt kunig Max disen schild gar. Gelldern. Das ist ein alts hertzogthumb, vom Römischen reich herkomen, neben dem Frießlannd und zu letzt abgestorben der mandlich stamm, ist durch belehnuss keyser Sigmunds ver­kauft, den herrn von Burgundj von dem swert erobert; darumb so furt kunig Max den schild durch die burgundische heyrat gar. *) *) „Beheim und ertzherzog zu“ irrtümlich beim Abschreiben wiederholt.

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