Leo Santifaller: Ergänzungsband 2/1. Festschrift zur Feier des 200 jährigen Bestandes des HHStA 2 Bände (1949)

III. Heraldik und Geneologie - 17. Anna Coreth (Wien): Ein Wappenbuch Kaiser Maximilians I.

Ein Wappenbuch Kaiser Maximilians I. 297 Wappen Puech. (von anderen Händen:) 1507. Ladl 73, Österreich. Das Reich. Das reich furt künig Maximilian aus natürlicher aigennschafft, gekoren durch die cur- fursten löblich, sein vatter auch das furt als ein gewalltiger Römischer kayser, deßgleichen auch manigfalltig sein altvätter und auch von anndern seinen vorvordern, nemlich der heilig kayser Karlen, der da was der erst sunnenspiegel des heiligen reichs, nach dem Spiegel auf disen tag der yetzig löblich künig Max für all sein vorfordern teglich den zuerheben sich befleist, darumb fürt kunig Max disen schild gar göttlich. Hunngern. Die krön Hunngern furt er gar kuniglich, erobert von seinem vatter, die erberkayt was in seinem vetter kunig Lasslaw, des mechttigen künigs die zeit der kristennheyt, von dem edlisten plut von Oesterreich bayd geborens, darumb furt künig Max disen Schild gar. (Am Rande:) No(ta) sinonima bey allen wappen zusetzen. Dallmatien. Das ist ein künigreich in der Kristenheit, hochgebunndt, zeucht nach im der Krichenx) kayserthumb gannz natürlich; aber solich kayserthumb ist voralltennd durch sorg des künigs von Babilonj, den man ytz nennet den Türckischen kayser, der solhs mit übereylung Constantinopel mit dem swert vorhellt; darumb furt kunig Max disen schild gar. Croatien. Ist ein allt künigreich, zuwissen ein taylunng von dem künigreich Wossen, durch kunig Max hoffennlich wirdet gefurt, auf hoffnung, solichs dem Türgken mit hilf! gottes und seiner abkomen natürlichen und erblichen macht, auch seiner sippschafft, die die grösst auf die zeyt in der cristenheit ist, solichs an seinen letzten ennd mit dem swert zuerobern; darumb so fúrt kunig Max disen schild gar. Constantinopel. Das ist ein kayserthumb, getaylt von dem Ro(mischen) reich durch Übermut der Kirchen, dardurch sy got gestrafft hatt unnd den hayden unnderworffen unnd umb das, das künig Max oder sein nachkomen hofft, das in kurtzer zeit zuerlanngen, darumb so furt künig Max disen schild gar. Enngellannd. Den schild fürt er, nachdem und er von dem allten kunigclichen geblut von Enngellannd genannt von Lannckastren von seiner mutter des künigs.. genannt tochter von Portigal, der altmutter eine von Lanckastren gewesen ist, solichen schild erobert hat, und wiewol in mittler Zeit annder gebluts gleich oder nit, davon nit zu disputiren geburd, eingefallen sind, so stet doch in demselben schild auch aus pillicheit die edle krön von Frannckreich, auch durch weiplichen stanndt des edeln gebluts und geslechts von Lanckastren, darumb so furt kunig Max disen schild gar. Portigal. Das ist ein künigreich zu ennde der cristenheit, darynn sind begriffen ettwen manichs künigreich und furstennthumb der haydennschafft, die der wellt unbekannt sind gewesen, der schild wirdet dardurch nit zerprochen mit dem sig, den der schild von hundert jaren biss 1 1) Statt Krichen = Griechen.

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