Berzeviczy Klára: A magyar katolikus klérus elitjének képzése 1855-1918. A Hittudományi Kar hallgatói - Fejezetek az Eötvös Loránd Tudományegyetem történetéből 21. (Budapest, 2000)

Die Studenten der Katolische Theologischen Fakultät der Universität zu Pest 1855–1918

Die Studenten der Katolischen Theologischen Fakultät der Universität zu Pest 1855-1918 Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Priesterausbildung in Ungarn, insbesondere mit den Hörern der Theologischen Fakultät der Königlichen Ungarischen Universität in Pest in der Zeit von 1855 bis 1918, also von dem Konkordat zwischen Wien und dem Heiligen Stuhl, bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Vor der Jahrhundertwende, im Studienjahr 1894/95 hatte die Katholische Kirche in Ungarn (ohne Kroatien) 33 Institute, in denen Priester ausgebildet wurden. Davon hatte die Römisch-Katholische Kirche 19 Institute: das zentrale Seminar in Budapest, dessen Priesteramtskandidaten Hörer der Theologischen Fakultät waren; 3 erzbischöfliche Institute und 15 Diözesanseminare. Die Griechisch-Katholische Kirche hatte 4 Priesterseminare. 10 Institute waren in der Hand einzelner Ordensgemeinschaften. Dazu kamen noch die zwei Diözesanseminare in Kroatien und in Zagreb die Theologische Fakultät und das erzbischöfliche Seminar. Ein Auslandsstudium ermöglichten die Seminare in Wien (Pázmáneum und Augustineum) und in Rom (Collegium Germanico-Hungaricum und für die Unierte das St. Athanasius Kollegium). Ab dem Ende des 19. Jh. studierten immer mehr Priesteramtskandidaten an der Universität Innsbruck. Das Konkordat von 1855 bedeutete das Ende der Josephinistischen Kirchenpolitik im Kaiserreich. Die Bischöfe bekamen das Recht, die Aufsicht über die theologische Ausbildung zu führen. 1858 wurde der Studienplan für die theologischen Institute festgelegt, somit auch für die Theologische Fakultät in Pest. Die nach dem Österreich-Ungarischen Ausgleich von 1867 entstandenen kirchenpolitischen Kämpfe ließen auch die Königlich Ungarische Universität in Pest nicht unberührt. An der katholischen Seite entstand in dieser Zeit die Idee der Gründung einer katholischen Universität, die aber bis 1918 nicht verwirklicht wurde. Innerhalb der Theologischen Fakultät in Pest war die Frage nach der Reform des Studienplans sehr bedeutend. Der erste Reformentwurf über die Reform, über die Erhöhung der Studiendauer von 4 auf 5 Jahren entstand im Jahre 1861. Nach einer ungefähr 20 jährigen Pause wurden die ersten Schritte zur Reform getan: ab dem Wintersemester 1894/95 wurden Philosophievorlesungen als Vorbereitungskurse eingeführt. Nach weiteren Kontroversen wurden einige neue Lehrstühle eingerichtet, und nachdem die finanziellen Mitteln von dem staatlichen Haushaltsplan abgesichert wurden, konnte man die Dauer des Studiums ab dem Wintersemester 1913/14 auf 5 Jahre erhöhen. Im Zusammenhang mit der Reform des Studienplans wurde ab 1906 Ungarisch neben Latein als Unterrichtssprache eingeführt. Die einzelnen Fächer wurden danach aufgeteilt, in welcher Sprache sie unterrichtet werden sollten. Zwischen 1855 und 1918 besuchten 1931 Studenten die Theologische Fakultät, daraus waren 1376 römisch-katholisch, 409 griechisch-katholisch, 3 147

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