Az Egri Ho Si Minh Tanárképző Főiskola Tud. Közleményei. 1987. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 18/04)

Günger Kislant und Karlheinz Otto: Besonderheiten der subjek- objekt-dialektik im frühen schulalter

- 50 ­dennoch bereits in dieser Entwicklungsettape vielfältige Möglichkeiten gegeben werden, um sich selbst und auch ihre Mitschüler einzuschätzen. Mit Schulbeginn setzen natürlich vor allem gehäuft und systematisch Kontrollen und Bewertungen durch Pädagogen ein. Dadurch wird im Zusammen­hang mit neu entstehenden Bewertungsmustern die Aufmerksamkeit der Kinder verstärkt auf die eigene Person gelenkt. Das hat zur Folge, daß Prozesse der Selbsterkenntnis intensiver verlaufen sowie zu bestimmten Selbstbil­dern und Einstellungen zu sich selbst führen. Zunehemde Bedeutung und Differenzierung erfährt besonders das Leis­tungsselbstbild, denn die Schulkinder sammeln durch die konzentriert ein­setzende und sich in ihren Anforderungen ständig ausdehnende Lerntätig­keit vielfältige Erfahrungen hinsichtlich ihrer eigenen psychischen Leis­tungsmöglichkeiten. Täglich erfahren sie, wie z.B. ihr Gedächtnis funkti­oniert, wie ihre Fähigkeiten im mündlichnen und schriftlichen Ausdruck entwickelt sind, wie leicht oder schwer ihnen die Lösung gestimmter Auf­gaben in unterschiedlichen Tätigkeiten fällt, wie ihre Konzentrationsfä­higkeit, ihre Willensqualitäten beschaffen sind usw. Gegenstand des Selbstwerterlebens und Subjekterlebens bildet im frü­hen Schulalter ferner ein spezifisches Körperselbstbild. Körperkraft und sportliche Leistungsfähigkeit sind häufig wichtige Voraussetzungen für die Anerkennung in der Gruppe und entscheidende Quellen für das Selbstbe­wußtsein des Kindes. Wie verschiedene Untersuchungen belegen, übernehmen Kinder im frühen Schulalter vorrangig die oft lediglich auf die schulische Leistung orien­tierten Bewertungsmuster der Lehrer, Erzieher und Eltern. Dadurch kommt es leider zu einem Defizit an Bewertungskriterien, die an sozialem Ver­halten orientiert sind (vgl. 3. Wagner 1986.) Die ersten Schuljahre stellen für die Kinder - insgesamt gesehen ­eine wichtige Etappe in der Entwicklung grundlegender Einstellungen zu sich selbst und der Qualitativen Ausprägung ihrer Subjektposition dar. Hier werden wesentliche Grundlagen dafür gelegt, ob und in welchem Maße die Kinder eine generell optimistische Einstellung zu sich selbst, gesun­der Selbstvertrauen, Mut zum Risiko im Denken und Handeln entwickeln oder ob eine überwiegend pessimistische Einstellung zu sich selbst, ob ein niedriges Selbstvertrauen, also Angst vor Schwierigkeiten, vor Fehlern,

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