Az Egri Ho Si Minh Tanárképző Főiskola Tud. Közleményei. 1987. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 18/04)

Günger Kislant und Karlheinz Otto: Besonderheiten der subjek- objekt-dialektik im frühen schulalter

- 46 ­besonders der Schüler im frühen Schulalter entgegen. Sie möchten wissen, wie ihnen ihre Leistungen gelungen sind und wie ihr Lehrer sie ein­schätzt. Andererseits kann dies aber auch, besonders bei sensiblen Kin­dern, vorübergehend zu einer gewessen Verunsicherung führen, zumal die meisten Bewertungen öffentlich, das heißt in Anwesenheit der Mitschüler und mit Kenntnisgabe an die Eltern vollzogen werden. Demnach bilden die systematischen Bewertungen, sofern das Subjekt sie akzeptieren will und kann, eine wichtige Bedingung für die Entwicklung von Fähigkeiten und Wertsystemen zur Selbsterkenntnis und Selbstkontrolle. Die neue gesellschaftliche Position als Schüler bringt jedoch, was oft nicht genügend beachtet wird, neben den unabdingbaren Pflichten zug­leich eine Reihe von Rechten für das Kind mit sich. Sie bestehen beispielsweise in dem Anspruch, daß seine Schülerrolle respektiert wird, daß ihm ein angemessener Arbeitsplatz und ungestörte Zeit zum Lernen zur Verfügung steht, daß ihm beim Bewältigen der Anforderungen in der Lern­tätigkeit sowie beim Einleben in seine neue soziale Umwelt entwicklungs­fördernde Hilfe gewährt wird usw. In der Unterstufe bilden sich in Ergänzung zu den obligatorischen Tä­tigkeiten eine Reihe von Tätigkeitsformen heraus, bei denen Anforderungen an eine mehr eigenständige Tätigkeitsregulierung in den Vordergrund treten. Als eine solche neue Tätigkeitsform entsteht in der Unterstufe die gesellschaftlich-politische Tätigkeit. Durch die Pioniergruppe können die Schüler auf kindliche Art und Weise in das Leben der Gesellschaft einbezogen und befähigt werden, es in ihrer eigenen gesellschaftlich­politischen Tätigkeit zunehmend mitzugestalten. Dies verlangt einerseits Ein- und Unterordnung pionierspezifischer Art sowie andererseits Eigenak­tivität für die Lösung kollektiver Aufgaben in der Pianierorganisation. Es erhöht sich die gegenseitige Verantwortung bei zunehemender Selbstän­digkeit in der Gestaltung der Freizeitaktivitäten, im gemeinsamen Lernen sowie in der gegenseitigen Erziehung, was für die Entwicklung selbständi­gen und verantwortungsbewußten Handelns von großer Bedeutung ist. In der Regel stehen die Kinder der gesellschaftlich-politischen Tätigkeit ebenso wie allen anderen mit dem Schuleintritt verbundenen Tätigkeiten sehr auf­geschlossen, interessiert und engagiert gegenüber, was schon rein äußer­lich an der zunächst hohen Wertschätzung der Statussymbole für den Jung-

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