Az Egri Ho Si Minh Tanárképző Főiskola Tud. Közleményei. 1987. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 18/04)

Günger Kislant und Karlheinz Otto: Besonderheiten der subjek- objekt-dialektik im frühen schulalter

- 44 ­Psychische Entwicklung beinhaltet den Prozeß der Neu- und Umbildung von individuellen Voraussetzungen für die Selbstregulierung der Subjekt­Objekt-Beziehungen. Dabei ist die subjektive Bewältigung von objektiven Anforderungen in der Tätigkeit der entscheidende Vorgang. In ihm kann man das innere Bewegungsgesetz der psychischen Genese sehen. Die Tätigkeit muß deshalb als das Medium für die psychische Entwicklung angesehen wer­den. Betont sei jedoch folgendes: obgleich die Tätigkeit von zentraler Be­deutung für die psychische Ontogenese des Individuums ist, stellt sie dennoch "nur" das Medium der Entwicklung dar, nicht deren Ziel. Das ge­sellschaftlich determinierte und vom Subjekt zu realisierende Ziel bes­teht darin, daß die Kinder immer bessere subjektive Voraussetzungen zur Bewältigung der steigenden objektiven Anforderungen erwerben und damit als tätige Subjekte ihre Wechselbeziehungen zur Umwelt immer eigenständi­ger und kooperativer, bewußter und schöpferischer gestalten. Die psychische Entwicklung verwirklicht sich stets im Spannungsfeld der Dialektit von Subjekt und Objekt. Diese Dialektik besitzt bei jedem Kind und bei den Kindern des jüngeren Schulalters insgesamt ihre Beson­derheiten. Die Spezifik dieser Dialektik herauszufinden, das ist eine ständige Herausforderung an die Entwicklungs-psychlologie sowie an den Lehrer und Erzieher. Was dies konkret für die Entwicklung der Kinder im frühen Schulalter bedeutet, das soll in Ansätzen näher gekennzeichnet werden, und zwar zunächst bezogen auf die mehr objektive Seite der Sub­jekt-Objekt-Dialektik . 2./ Neue Lebens- und Tätigkeitsbedingungen Die für das frühe Schulalter spezifische Subjekt-Objekt-Dialektik wird entscheidend durch die objektiv neue gesellschaftliche Position der Kinder bestimmt. Ihre neue gesellschaftliche Stellung, nämlich Schüler zu sein, ist mit vielfältigen Anforderungen verbunden, durch deren Bewälti­gung sie auch zu einer neuen Subjektrolle geführt werden. Mit der neuen gesellschaftlichen Position als Schüler verändern sich die Lebenssituation und die Lebensweise der Kinder gravierend. Es kommt

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