Az Egri Pedagógiai Főiskola Évkönyve. 1959. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis ; Tom. 5)

IV. Miscellanea - Dr. Bakos József: A magyar Comenius-irodalom III.

A sárospataki Comenius ünnepi ülésszak és a Pedagógiai Szemle Comenius emlékszáma bizonyítja legjobban, hogy a magyar Comenius­kutatás valóban a fejlődés útját járja, s a gazdag hagyománnyal is ren­delkező magyar Comenius-irodalom egyre rendszeresebb és elmélyül­tebb módszeres kutató munka eredményeképpen a nemzetközi comenio­lógiának is komoly nyeresége. A folyamatos bibliográfiai publikáció azt a célt is szolgálja, hogy még nagyobb erőre kapassa a magyar Comenius­kutatást. Tájékoztatás és előremutatás a célunk, s reméljük, hogy ezt a nemes célt valóban el is érjük. II. Es wurde hier die neueste ungarische Comenius-Literatur zusammengestellt. Die bibliographische Registrierung der neuesten Ergebnisse ist im Wesentlichen das Abschliessen einer bedeutenden Periode in der ungarischen Comenius-Literatur. Die neuesten Ergebnisse zeigen, dass die ungarische C.-Literatur sich nicht nur zahlenmässig vermehrt, sondern auch qualitativ verändert, ihr Horizont erweitert sich. Das Jubileum förderte auch jetzt die ungarische C.-Literatur. Die neuen Auf­sätze heben sich über das Niveau der gewohnten Jubileumspublikationen heraus. Sie bringen sehr viel neues Material und auch neue Gesichtspunkte. Diese neue C.-Forschung produziert auch auf dem Gebiete der allgemeinen Thematik immer mehr: im Gegensatz zu der meist hungarozentrischen Färbung der bisherigen For­schung. Mehrere ungarische C.-Forscher befassen sich mit Themen allgemeinen Charakters, wie die Rolle C. s. in der Geschichte der Pädagogik, seine kultur­geschichtliche Bedeutung, seine Philosophie, seine Weltanschauung, seine erkennt­nistheoretische Stellungnahme, seine Sprachbetrachtung, seine Vorschläge für die Methoden des Sprachunterrichtes, seine Physik, bez. Naturphilosophie, seine pro­gressive, demokratische Bestrebungen, sein irenischer Humanismus, seine Gesell­schaftsphilosophie, die Wurzeln seiner idealistischen, theologischen Betrachtungs­weise, die Widersprüche in seinem Denken, usw. Die bibliographische Zusammenstellung weist auch auf einige Mängel hin. Die ungarische C.-Forschung vernachlässigte bisher einige wichtige Gebiete. Kein ungarischer Forscher hat sich mit der belletristischen Tätigkeit C. s. sowie mit seinen Ansichten über die musische Erziehung befasst. Erst jetzt beginnt die gründ­lichere Untersuchung der ungarischen Texte seiner Lehrbücher. Wenig wurde noch auf dem Gebiet der Textpublikationen geleistet. Die ungarischen Forscher wären imstande auch die damit verbundene philologische Arbeit zu leisten. Man müsste die Schriften und Reden C.s aus seiner Sárospataker Zeit zweisprachig heraus­geben. Als ein wichtiges Ereignis kann man das baldige Erscheinen des Orbis Pic­tus betrachten. Dem sollte die Herausgabe der Janua folgen. Sehr viel wäre noch auf dem Gebiete der Übersetzungen zu leisten: einige wichtigen Werke C.s sind ungarisch noch nicht zu lesen. Auch die übersetzten sind völlig vergriffen oder schwer zugänglich. — Auch die ausgesprochene bibliographische Arbeit muss fort­geführt werden. Als nächste Aufgabe bietet ein genaues Registrieren und Beschrei­ben von C! Lehrbüchern für die ungarischen Schulen, weiterhin die Bibliographie der Werke C.s in den ungarischen Bibliotheken. Die Comenius-Festsitzung 1958 in Sárospatak und die C. Gedenknummer der Pedagogischen Rundschau beweist am besten, dass die ungarische C.-Forschung tatsächlich im Aufblühen begriffen ist. Sie hat eine grosse und reiche Tradition, bildet mit den neuen Ergebnissen einen wichtigen und wesentlichen Bestandteil auch der internationalen C.-Forschung. Die fortlaufende bibliographische Registrie­rung hat auch das Ziel, der weiteren Forschung behilflich zu sein. Orientierend und die neuen Aufgaben aufzeigend wollen wir der Zukunft dienen. 38* 657

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