Az Egri Pedagógiai Főiskola Évkönyve. 1957. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis ; Tom. 3)
I. Tanulmányok a nyelv-, az irodalom- és a történettudományok köréből - Dr. Hahn István: Iulianus és Anticehia (Szempontok a mélylélektan kritikájához)
[96] De obi tu Valentiniani 21. §. [97] Mazzarino: Aspetti tSociali... 184 1. [98] Iordanes: Romana 304 (M. G. H. Auct. Ant. V. p. 39): „Iulianus apost ata .. . miultos blanda per se cut ioné inliciens ad sacrificandum idolis compulit. Ipse si quidem vir egregius et rei pufoliicae necessarius ..." Sajátos, szinte „fogcsikorgató" elismerés rejtőzik a bizánci krónikásnak. Theophanesnek jellemzése mögött (Ghronogr. ed. Niebuhr p. 75). ,.A keresztények jótékonyságát ez a hitvány hitszegő utánozta, s az-idegenek és szegények szükségleteiről gondoskodott, ily módon ámítván el az együgyű lelkeket" (apatón tus haplusterus). [99] Apoth. 449, v. ö. a következő sorokat is. AUSZUG JULIAN UND ANTIOCHIEN Die letzten Monate der Regierung Julians des Abtrünnigen wurden durch jenen tragischen Konflikt des Kaisers mit der ganzen Bevölkerung seiner damaligen Hauptstadt Antiochien bewölkt, dessen treffliche Schilderung wir einem der letzten Werke des Kaisers, dem Misopogon, verdanken. Anknüpfend an die Ereignisse dieses Zusammens'tosses, wird im Aufsatze die Frage aufgeworfen, welcher Art Zusammenhang zwischen Julians Religionspolitik und Sozialpolitik zu finden ist. Der sowjetische Althistoriker Rosental beantwortete diese Frage in einem jüngst auch in ungarischer Sprache erschienenem Artikel in jenem Sinne, dass die heidnische Reaktion des IV. Jhrh.-s ein Ausfluss des sozialen Kampfes der niederen Schichten der Gesellschaft gegen die herrschende christlich-aristokratische Bürokratie gewesen sei. Anhand einer eingehenden Analyse einerseits der uns zustehenden Daten bez. der religiösen Ansichten der römischen u. östlichen Aristokratie, der im Kreise der vornehmen Bürgerschaft herrschenden Magie u. Zauberwesen, der pro-heidnischen Stimmung der staedtischen Curien, der ambivalenten Stellung Ammians u. Libanius' dem Kaiser gegenüber — andererseits der uns bekannten städtischen Aufstande gegen Julian musste die Theorie R.-s als der historischen Wirklichkeit entgegenstehend, verneint werden. Julians Religionspoli'tik und seine sozialen Bestrebungen stehen einander gegenüber in einem heillosen Gegensatz, der etwa folgendermassen zu formulieren ist: seine sozialen Bestrebungen, die Lage der „unterdrückten Mrs^e" (to adikumeno pléthei — Misop. 370 B) zu heben, riefen den Widerstand jener städtischen Aristokratie hervor, die die beste Stütze seiner religiösen und Kulturellen Ideen hätte sein können. Andererseits entrüstete seine heidnische Religionspolitik die Kleinbürgerschaft der östlichen Städte, deren Interesse seine sozialen Reformen dienten. In diesem unheilbaren Zwist zwischen religiösen Ansichten und sozialer Wirklichkeit entdecken wir die tiefe, Schicksalsschwere Tragik des? vielleicht letzten grossen Kämpfers antiker Humanität und Bildungsideale. 221}