Az Egri Ho Si Minh Tanárképző Főiskola Tud. Közleményei. 1970. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 8)

II. Budapest d. 11. Marz 1900 VI. Epreskert G. 25. Sehr geehrter Herr Kollege! Ich weiss nicht, ob Sie meinen Brief, den ich vergangenen Herbst an Sie gesendet habe, erhalten haben. Antwort habe ich keine bekommen, was ich blos erwähne, damit kein Missverständnis entsteht. Ich hatte darin in der Hoffnung dass ich für die Известия II. отд. Anzeigen werde liefern, gefragt ob ich nicht die bisher erschienen Bände zugeschickt bekommen könnte. Nun würde ich sehr bitten wenigstens veranlassen zu wollen, dass unsere Akademie der Wissenschaft so bald als möglich die bish. Bd. der Известия bekommen. Vielleicht liessen sich zu gleicher Zeit die Материалы для слов, древнер. я И. И. Срезневский mitschicken, so weit dieselben erschienen sind, dámit wir nicht gar zu lange die Sachen ent­behren. Ich bedauere lebhaft, dass ich bes. Ihre Arbeiten immer erst so spät zu lesen bekomme. Auf Ihre Abh. in /Курнмин habe noch nicht zu Gesicht beikommen, da wir diese Zeitschrift durch a. russ. G. Consulat ziemlich spät u. unregelmässig bekom­men. Melich hat mir gesagt, Sie, geehrter Herr Kollege, hätten die Absicht gehabt mir dieselbe zuzuschicken. Ich Wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie mir die Sep. Abdrucke Ihrer letzten Arbeiten, soweit Sie dieselben entbehren können, verehren wollten. Mit ausgezeichneter Hochachtung und Freundlichem Gruss Ihr ergebenster Dr. O. Asbóth III. Budapest d. 29. Dec. 1900 11 Jan. 1901 Sehr geehrter Herr Kollege! Ich habe in letzterer Zeit bes. viel an Sie gedacht u. meine Schuld nicht ganz in das neue Jahrhundert mit hinüber nehmen wollen. Längst drückt es mich, dass ich noch kein Referat f. d. Известия geliefert habe, doch scheine ich eben nicht der rechte Mann dafür zu sein. Sie wünschen kurze Berichte u. ich schreibe an einem Aufsatz für Sie, der kaum kürzier als 2 Bogen stark wird. Doch befinde ich mich in einer ganz bes. schwierigen Lage. Mit kurzen Besprechungen, kurzen Andeutungen jiann ich nicht hoffen verstanden zu werden, die Slavisten können in der Regel nicht mehr Ungarisch, als was sie aus Miklosich gelernt haben, so kommt es dann, dass Vondrák in seiner sonst vortrefflichen altks. Grammatik das Machwerk v. Munkácsv eine „beachtenswerte Abhandlung'' nennt od. dass Jagic meine Stelle über gy ita­lienisch g vor e, i (Archiv XXII. 453) in angyal, evangyélion, Egyiptom so wenig versteht, (Entstehungsgeschichte, Tl. 78) dass er auch einmal ahnt, wie einst sowohl die Ungarn zu ihrem angyal als die Slavenapostel nie in das grossmährische Reich gekommen wären. Ich gedenke in meiner Abhandlung, die sich in Jagic Entstehungs­geschichte d. Kirchenslav. Sprache anschliesst, ausser diesem gy, auch den Refelex vor HIT im Ungarischen zu besprechen, über den Jagic II 40 f (§ 42) seine Abhand­lung, bes in der Note auf S. 41, ganz sonderbare Dinge vorbringt. Schliesslich dürfte es auch nicht uninteressant sein zu erfahren, dass jener wirklich ganz kuriose G. Volf, über den Jagic mit Recht so empört ist, doch auch für die Slavistik manches sehr Beachtenswerte geleistet hat. Alles das soll also den Slavisten, hoffe ich maches Neue bieten u. streng genommen ist es ein Referat über ungarische Sprachforschung, nur nicht gerade Besprechung eines bestimmten Werkes. Die Hauptsache dürfte ja aber doch die sein, dass man die Resultate allgemein kaum kennt, zu denen weiter eine sehr intensive Erforschung unserer Muttersprache gekommen sind, natürlich nur insoweit, als dies für d. Slavistik zu wissen wichtig ist. Ich bitte mir gelegentlich zu schreiben, wie ich das Mscr. zu schicken habe (Kreuzband—eingeschrieben?) u. ob. Sie bis Ostern darauf warten wollen. Ich habe nämlich manches andere noch in Arbeit, auch gibt es einige Detailfragen, zu denen 22* 339

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