Az Egri Tanárképző Főiskola Tudományos Közleményei. 1968. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis ; : Nova series ; Tom. 6.)

plan enthält. Er erkennt auch die Bedeutung der Dokumente von Partei und Regierung und lernt sie handhaben. Zusammenfassend sollen die Elemente des parteilichen Unterrichts noch einmal genannt werden: 1. Formulierung von Aussagen 2. Beweisführung 3. Bewertung 4. Schlußfolgerungen. Sowohl die Aussagen als auch die ihnen entsprechenden Sachverhalte der objektiven Realität sollen für die Schüler bedeutsam werden. Eine emotional wirksame und zugleich anschauliche Beweisführung trägt dazu wesentlich bei. Dabei ist die Bewertung nicht zu unterschätzen. In Untersuchungen konnten wir feststellen, daß die individuellen Er­fahrungen im Prozeß der Überzeugungsentwicklung eine sehr bedeutsame Rolle spielen. Unter der individuellen Erfahrung fassen wir „eine wesentliche Seite der unmittelbaren Beziehung des Menschen zu seiner natürlichen und so­zialen Umwelt . . ., wobei zwischen dem Erfahren als Prozeß und der Er­fahrung als Resultat zu unterscheiden ist" [6]. Erfahrungen werden zwar in der gesellschaftlichen Praxis gesammelt, sind aber nicht mit ihr identisch. Die individuelle Erfahrung kann noch nicht verarbeitete Kenntnisse enthalten, die zu einer entscheidenden Vor­aussetzung für theoretische Erkenntnisse werden können. „Die aus unmittelbarer Erfahrung gewonnenen empirischen Kennt­nisse sind ein Verbindungsglied zwischen dem theoretischen Wissen und der Praxis; daher spielt die Erfahrung stets eine große Rolle beim richti­gen Verständnis der Theorie und bei ihrer konkreten Anwendung in der Praxis" [7]. Die individuelle Erfahrung ist hinsichtlich der Überzeugungsentwick­lung ein wichtiges Element im Erkenntnisprozeß. Manchmal wird eine Aussage des Marxismus —Leninismus über die gesellschaftliche Entwick­lung nicht anerkannt, weil ihr eine Erfahrung zu widersprechen scheint. Im Unterricht sollte der Lehrer aus zwei Gründen auf die individuel­len Erfahrungen seiner Schüler eingehen. Einmal ist es notwendig, die in den Erfahrungen noch nicht verarbeiteten Kenntnisse theoretisch zu durch­dringen. Zum anderen enthalten die individuellen Erfahrungen wichtige Gefühlselemente. Beides kann es dem Lehrer erleichtern, das Interesse seiner Schüler an der Aneignung allgemeingültiger Aussagen zu wecken. S Af-e«— d<— c<— b<— a«— Ó R (S, O, A) Im vorliegenden Fall knüpft die Beweisführung an entsprechende Erfah­rungen der Schüler in der gesellschaftlichen Praxis (O) an. Sind entspre­chende individuelle Erfahrungen nicht vorhanden, so kann es angebracht 24

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