Az Egri Tanárképző Főiskola Tudományos Közleményei. 1968. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis ; : Nova series ; Tom. 6.)

I S<~ A c<—b«—a«— 0 ­R (A, S, 0, Wenn das Handeln der Persönlichkeit durch eine Aussage reguliert wird,, so ist die Beziehung zu ihr immer eine Beziehung zu den ihr entsprechen­den Sachverhalten der objektiven Realität. Eine Analyse vieler Unterrichtsstunden hat ergeben, daß oftmals das wichtigste Element der parteilichen Unterrichts fehlt. Deshalb wirkt die ideologische Erziehung in solchen Unterrichtsstunden nicht selten gekün­stelt. Der Hinweis, die sich anbietenden erzieherischen Potenzen des Lehr­stoffes zu nutzen, wird nicht immer richtig verstanden. Wenn z. B. im Mathematikunterricht bei der Behandlung einer Textaufgabe der Lehrer Angaben aus der LPG wiederholt und ein Gespräch über Tatsachen führt, die den Schülern bereits bekannt sind, so wird nichts hinzugelernt, Aus­einandersetzungen zu nicht verstandenen Fragen können hier kaum ge­führt werden. Von einer wirksamen ideologischen Erziehung kann letztlich nur ge­sprochen werden, wenn neben der Aneigung von Wissen Auseinander­setzungen um die Anerkennung der Eigenschaft von Aussagen geführt werden, wahr zu sein. Im Lesebuch des 5. Schuljahres finden wir eine Erzählung von Maxim Gorkij „Der Laternenmann". Gorkij erzählt von einem Jugendstreich. Ge­meinsam mit einem Freund zerschlug er Straßenlaternen. Eines Abiends wurden sie dabei vom Laternenanzünder ertappt. Sie erwarteten, ver­prügelt zu werden. Aber die Schläge blieben aus. Der Laternenmann be­lehrte sie vielmehr und sagte dabei unter anderem: „Eine ganz vorzüg­liche Art von Beschäftigung habt ihr da erfunden. Aber sagt mal, ihr Schützen, wie wird denn eigentlich Glas hergestellt? Wißt ihr es? Wahr­scheinlich nie gehört? Das ist es ja eben. Aber ich sage euch: Das muß ein Mensch mit seinem Atem herstellen. Die Glasbläser — das sind solche Leute. Da nimmt ein Mann eine lange Röhre, rührt mit dem einen Ende in dem glühenden Glasfluß, in der brodelnden Masse geschmolzenen Gla­ses, das andere Ende nimmt er in den Mund — und muß blasen, blasen, mit seinem Atem arbeiten, bis eine große Glasblase entsteht. Nun, später wird dann das Glas aufgeschnitten und glatt gewalzt. Und sie leben nicht lange, diese Glasbläser!" Gorkij erzählt sodann, daß sie künftig die Laternen in Ruhe gelassen haben. Im Lesebuch wird durch eine anschließende Fragestellung die Rich­tung bestimmt, in der diese Erzählung auszuwerten ist: „1. Gorkij erzählt einen unüberlegten Jugendstreich. Versuche den Charakter der Erzählung — die Stimmung — zu erfassen und zu formulieren ! 2. Eine Erzählung kann mehrere Höhepunkte haben. Suche die Gipfel dieser Erzählung auf und begründe deine Entscheidung!" [5] 22

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