Az Eszterházy Károly Tanárképző Főiskola Tudományos Közleményei. 1994. Germanistische Studien. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 22)

Louis Baudin: Eine Lehre der Geschichte Das Peru der Inkas

Wasserfálle und Hángebrücken, die langen Hán-gematten glichen und so leicht waren, daft sie beim leisesten Wind-hauch schaukelten, so daft die Spanier sich nie ohne Schrecken auf diese luftigen Gefilde hinauswagten. Das Straftennetz bildete eine Art riesiges Spinnennetz mit dem Zentrum Cuzco, das die abgelegensten Gegenden des Reiches um­klammerte. Entlang diesen Straften standén in regelmáftigen Abstanden die Hütten der Kuriere, denen es oblag, die Berichte der Beamten und die Befehle des Inkas zu befórdern. Tag und Nacht standén die Kuriere bereit, mit höchster Geschwindigkeit die Entfernung bis zur náchsten Hütte zu durcheilen, wo der náchste dann sofort durchlaufen muftte. Dank diesem Straftendienst genügten acht bis zehn Tage, um eine Nachricht von Cuzco nach Quito zu bringen, das mehr als 2000 km entfernt liegt Die Ergebnisse Dem Anschein nach sind die Ergebnisse wunderbar. Die Bevölkerung hört nicht auf zu wachsen, und stolze Stadte entstehen der unerhörten Bescheidenheit der Mittel zum Trotz: der Indianer ver-fügte nur über das minderwerüge Lama als Lasttier, das nicht mehr als 50 kg tragen konnte, und sein Werkzeug war primitív. Mit Hilfe eines Steinhammers, eines Bronzemeiftels, einer Kupferaxt, eines Kabuyaseiles und eines kleinen Lehmofens gelang es ihm, Stadte zu errichten und den beriihmten Garten des Tempels in Cuzco zu schaf-fen in dem alles aus Gold war, Kráuter, Blumen, Vögel, Reptilien, La-mas und ihre Hirten; ásthetisch vielleicht anfechtbar, aber eine groft-artige 39

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