Az Eszterházy Károly Tanárképző Főiskola Tudományos Közleményei. 1994. Germanistische Studien. (Acta Academiae Paedagogicae Agriensis : Nova series ; Tom. 22)

Louis Baudin: Eine Lehre der Geschichte Das Peru der Inkas

getrocknet, in Streifen geschnitten und an einem Strick in der Indianer-Hütte aufgehángt wie ein Zimmer-schmuck. Das Getránk war womöglich noch weniger verlockend als die Nahrung, wenn es auch vordem genau so geschátzt wurde wie heutzu-tage. Es wurde von Frauen und Altén zubereitet sie kauten Maiskör-ner, warfen sie in lauwarmes abgestandenes Wasser und lie Ben sie dort etwa acht Tage gáren. Getránke mit starkem Alkoholgehalt und Koka waren dem Volke vorsichtshalber verboten. Niemand durfte hoffen, sich den Vorschriften zu entziehen, seinen Speisezettel abzuwandeln oder den Schnitt seiner Kleidung zu ándern. In der riesigen Kaserne, die das Inka-Reich darstellte, muBte jeder, ob Mann oder Frau, die Uniform tragen und sich mit dem Üblichen abünden. Die Anpassung der Erzeugung an den Verbrauch Eine solche Disziplin kann nur bestehen, wenn sie sich auf eine standige und genaue Überwachung stützt Ohne eine starke Verwal-tung bliebe das System eine Abstraktion, eine gedankliche Spielerei. Die Verwaltung war eine "vertikale", d.h. daB die Beamten, die auf der gleichen Stufe in der Hierarchie standén, keine Beziehungen untereinander hatten; die Ströme, die diese schwer fállige Maschine belebten, liefen an der sozialen Leiter hinauf und herunter. Jeder muB-te prompt gehorchen und richtíg befehlen können. Von untén nach oben war die Rangordnung wie folgt: die Fíihrer von 10 Familien (Dekurionen), von 50 Familien (Oberdekurionen), von 100 Familien (Zenturionen), von 500 Familien, von 1000 Familien, von 10 000 Fami-lien, von 40 000 34

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