Diakonia - Evangélikus Szemle, 1992
1992 / 2. szám - Summary, Aus dem Inhalt
80 DIAKONIA Lutherische Rundschau Aus dem Inhalt In seinem Beitrag „Am Wendepunkt? oder: Haben wir eine Chance, unsere naturzerstörende Lebensweise zu ändern?” begründet Forstingenieur György Pál Gadó, warum er es für eine der aufregendsten ethischen Fragen hält, ob der Mensch fähig ist, um langfristiger Ziele willen gegen sein momentanes materielles Interesse zu entscheiden. Der Artikel behandelt die das Ökosystem belastenden wichtigsten menschlichen Faktoren Bevölkerungswachstum, ständig zunehmende Konsumption und Entwicklung der Technologien. In Kenntnis der Fakten ist es nicht leicht optimist zu bleiben, auch wenn der Zusammenbruch der kommunistischen Systeme die Schaffung einer aus Umweltschutz- Gesichtspunkten vernünftigen neuen Weltordnung ermöglicht. Ein bedeutendes Zentrum der evangelischen Slowaken in Ungarn ist Békéscsaba mit seiner sehr großen Gemeinde. Die evangelischen Slowaken von Békéscsaba waren seit je für ihren Glaubenseifer bekannt. Ihre religiös geprägte Lebensweise wird außer vom Trano- scius-Gesangbuch, von Kirche, Schule und kirchlicher Literatur noch aus einer weiteren Quelle gespeist: aus den von einer Generation an die nächste weitergegebenen Bräuchen, vielfach abergläubischen Elementen des Volksglaubens. Gyula Dedinszky, ihr Gemeindepfarrer i. R., bietet eine Auswahl seiner diesbezüglichen umfangreichen Forschungsergebnisse unter dem Titel „Religiöse Elemente im Alltag der evangelischen Slowaken von Békéscsaba und Volkselemente in ihrer Religiosität”. Eine Auswahl der Studien Franz Rosenzweigs, des bedeutendsten jüdischen Denkers des Personalismus, erschien 1990 unter dem Titel „Nicht Stimme und Rauch” erstmals in ungarischer Herausgegeben von der Lutherischen Kirche in Ungarn Chefredakteur: Imre Veöreös Beauftragter Redakteur: László Bízik Schriftleitung und Verlag: H—1088 Budapest, Puskin u. 12. Erscheint vierteljährlich. Bestellung an die obige Adresse. Abonnement pro Jahr: 280,— Ft Sprache. Pfarrer László Donáths Esseay beschäftigt sich mit dem Lebenslauf, dem Werk und den für die Identitätssuche des Christentums im 20. Jahrhundert grundlegenden Visionen des letzten großen Denkers des deutschen Judentums. „Sooft in der Geschichte der Kirche oder auf dem Wege des weltumspannenden Judentums diese Anschauung von der gemeinsamen Verwurzelung unter den die Überzeugung bildenden Kräften (Rm 11,18) verloren ging, verbarg oder vergaß man das tiefgründige Geheimnis der jüdisch-christlichen Verbundenheit. Die Trennung hatte schreckliche und mörderische Folgen” — bekannt der Autor. Einer der in der ungarischen Öffentlichkeit bekanntesten Politiker und Leitungsmitglied der größten Oppositionspartei, des Bundes Freier Demokraten, Imre Mécs, ist zugleich Parlamentsabgeordneter eines Budapester Stadtbezirks. Sein Gesprächspartner ist Pfarrer desselben Stadtbezirks und beauftragter Redakteur unserer Zeitschrift, László Bízik. Ihr Gespräch setzt selbstverständlich bei den Problemen im Bezirk ein und endet natürlich bei der Landespolitik. Unumgänglich kommt dabei von Haftjahren des Politikers bis zu den jetzigen Problemen im Land alles zur Sprache. Ihr Gespräch ist wie ein ärztliches Konsilium, und ihre Feststellungen sind Befunde. In dieser kranken Gesellschaft kann auch die Kirche nicht gesund bleiben und ist der Versuchung ausgesetzt, Privilegien zu beanspruchen. Dennoch kann aber die Kirche mit ihrem Beispiel der Gemeinschaftsbildung und Moral die ganze Gesellschaft heilen, so daß sich in ihr Freiheit, Liebe und Wahrheit verwirklichen können. Außerdem bringen wir das vollständige Inhaltsverzeichnis in englischer und deutscher Sprache.