Diakonia - Evangélikus Szemle, 1990

1990 / 2. szám - Summary, Aus dem Inhalt

DIÁKOMUL Aus dem Inhalt Lutherische Rundschau Herausgegeben von der Lutherischen Kirche in Ungarn Redakteur: Imre Veöreös Schriftleitung und Verlag: H-1088 Budapest, Puskin u. 12 Erscheint zweimal jährlich. Bestellung an die obige Adresse. Abonnement pro Jahr: 160,-Forint In der letzten Nummer äußerten vier lutherische Intellektuelle ihre Ansicht über das Lut­hertum. In diese Reihe gehört die persönliche Meinung des Akademiemitglieds János Szen- tdgothai. Für ein besonderes Ereignis seines Lebens hält er die Bekanntschaft mit dem Psychophysiologen und christlichen Denker Donald M. MacKay zu Beginn der 60er Jahre. Unsere gesamte Hirntätigkeit ist biologisch determiniert, aber der Zusammenhang zwi­schen dieser und dem Bewußtseinsstruktur verändert. Das Problem der Prädestination lös­te sich für sie beide dadurch, daß wir bis zu unserer Entscheidungsfindung frei und verant­wortlich sind. Die „Erbsünde” stammt aus unserem Menschsein, deshalb braucht der Mensch die Rechtfertigung durch den Glauben. Den Wandel in Ungarn und den anderen Gesellschaften Mittel-europas von 1989-1990 nennt die Publizistik vielfach einen Übergang vom Totalitarismus zur Demokratie. Dem wi­derspricht der Soziologieprofessor Iván Szelényi (Los Angeles, Budapest). Seit 1963-1964 ist das Kádár-System nicht mehr als totalitär zu bezeichnen, da seine Elite verschiedene Kompromisse mit unterschiedlichen Gesellschaftsschichten einging. Die Parlaments-wahlen des Mehrparteiensystems von 1990 und die Verfassungsreformen führten das Land auf den Weg zur bürgerlich-demokratischen Gesellschaft. Dazu muß aber eine nationale Eigentü­merbourgeoisie entstehen. Denn diesen Weg hat Ungarn bereits mehrfach betreten - 1848- 1849, 1876, Herbst 1918 und 1945 -, immer aber unterbrachen äußere oder innere Kräfte die Verbürgerlichung und Demokratisierung, so da rechte oder linke autoritäre politische Systeme entstanden. In der Reihe „Theologen unserer Zeit” stellt Pfarrer i. R. László Benczúr den Tübinger Professor Hans Kilng vor. Er zitiert die geistvolle Bemerkung eines ungarischen katholi­schen Theologen: Zuerst glaubte ich, seine Theologie sei protestantisch, dann entdeckte ich, daß sie doch katholisch ist; nun sehe ich bereits, daß Küng eben Küng ist. - Nach Dars­tellung seiner Laufbahn und seiner wichtigeren Werke führt er uns mit Hilfe einer Studie aus einer protestantischen Zeitschrift (Zeichen der Zeit, 1988/1.) in Küngs Gedankenwelt ein. Küng fragt: Wohin geht die Christenheit? Ihm scheint, wir seien in der „postmodernen” Periode angelangt. Die Werte der Aufklärung müssen nicht aufgegeben, sondern auf höhe­rer Ebene überboten werden. Die Kirche hat die Aufgabe, Einheit, Universalität und Dia­log zu fördern. Der Literaturgeschichtler Professor István Fried'schreibt über Sándor Márais Schriftstel­lerporträts. Dieser namhafte Schriftsteller in der Emigration beleuchtete bei seiner journa­listischen Arbeit einerseits Zeitprobleme mit Beispielen literarischer Erscheinungen, ande­rerseits wirkte er als Kritiker, schrieb Nekrologe und berichtete von seinen Lektüreerlebnis­sen. Aus letzteren ergibt sich fast eine Geschichte der Weltliteratur mit nicht chronologis­chem, sondern ideengeschichtlichem Charakter. Märai typisierte die Schriftsteller (Goethe- Schiller, Tolstoi-Dostojewski) nach dem Muster des Gegensatzpaares Erasmus-Luther und seiner Verwandtschaft, seiner einander voraussetzenden Verbindung, und er betonte die Bedeutung der Zivilcourage des Idealbürgers in der Literatur. Außerdem bringen wir das vollständige Inhaltsverzeichnis in englischer und deutscher Sprache.

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