Diakonia - Evangélikus Szemle, 1989

1989 / 1. szám - Summary, Aus dem Inhalt

KULTURÁLIS FIGYELŐ 91 DIAKONIA Lutherische Rundschau Aus dem Inhalt Als meditative Leitlinie dieser Nummer dient die Predigt des Zürcher Theolo­gieprofessors und Rektors H. H. Schmid anläßlich des hundertjährigen Jubilä­ums des Freien Gymnasium Zürich im vergangenen Jahr über Leistung und Glauben gemäß Pred. 9,11—12. Ihre Ak­tualität liegt in der Möglichkeit unserer Kirche, nach fast 40 Jahren das Evan­gelische Gymnasium wieder zu eröff­nen. Über die Studien zur Erforschung der „civil religion” durch die Genfer Zent­rale des LWB in 52 Ländern berichtet Bischof Béla Harmati, früherer Mitar­beiter der Studienabteilung, in dem Ar­tikel „Die Bedeutung der Religion und der moralischen Werte für Nation und Staat”. Man habe die Beobachtung ge­macht, daß die Macht in den unter­suchten Ländern die Kirchen und die Religion tendenziell von ihrer Brauch­barkeit her betrachtet. Bräuche, Hym­nen und Verfassungen einzelner Länder illustrieren die civil religion, deren Ar­beitsdefinition einleitend erläutert wird, und einen schematische Abbildung zeigt die Zusammenhänge von Staat, Kirche, Religion und moralischen Werten. Der zweite Teil der Studie befaßt sich mit den Beziehungen zwischen Kirche und civil religion und zeigt an Hand einzel­ner Länder, daß die Kirche die gesell­schaftliche Situation, in der sie sich be­findet, analysieren muß und wie sie über ihre Mitglieder auf die Umgebung einwirken kann. Den Abschluß der Serie zur ungari­schen Auslandsliteratur bildet die aus­führliche Studie des Literaturgeschicht­lers Béla Pomogáts über die ungarische Emigrantenliteratur im Westen. Ihr We­sensmerkmal ist ihre Diasporaexistenz, sie bildet keinen einheitlichen Block und ist sehr facettenreich. Unterschied­liche Verhaltensvarianten bestimmen Herausgegeben von der Lutherischen Kirche in Ungarn Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Gyula Nagy Schriftleiter: Imre Veöreös Schriftleitung ung Verlag: H—1088 Budapest, Puskin u. 12. Erscheint zweimal jährlich. Bestellungen an obige Adresse. Abonnement pro Jahr: 130,— Forint. die Beziehung der dortigen ungarischen Schriftsteller zu ihrem Vaterland. Zeit­schriften und Buchverlage sind die Trä­ger dieser verzweigten Literatur, die bedeutendste verlegerische Tätigkeit ging in den letzten Jahren von der „Protestantischen Ungarischen Freien Universität in Europa” mit Sitz in Bern aus. Intellektuelle und literarische Ge­sellschaften übernehmen wichtige kul­turelle Organisationsfunktionen. Der Autor bespricht so hervorragende schöp­ferische Talente wie den Wiener evan­gelischen Seelsorger der Ungarn in Ös­terreich, darunter der Siebenbürger Flüchtlinge, István Szépfalusi und zi­tiert die treffenden Worte von László Cs. Szabó: „Der Ungar schreibt in der westlichen Wirklichkeit, während er sie kritisch erwägt, ohne Träumerei und Verzerrung schafft er seine Welt im Blick auf die Heimat.” In dem Beitrag „Nachsinnen über un­sere Entwicklung zum Menschen” bejaht Hochschulprofessor Pál Rókusfalvi aus drei Jahrzehnte langer Erfahrung als Lehrer und Forscher die Frage: Ist der pädagogische Optimismus von der Entwicklungsfähigkeit des Menschen begründet? Diese Entwicklung besteht in der Entfaltung und Entfaltbarkeit unseres menschlichen Wesens. Die bloße Wissenschaftserkenntnis ist aber zu we­nig. Man braucht auch moralischen Mut und festen Glauben für die Ein­sicht, daß das Menschsein kein Zustand, sondern ein verantwortlicher Prozeß ist. Der Einsatz ist heute bereits das men­schenwürdige Überleben der Mensch­heit. Auch der kleine Mensch auf sei­nem Entwicklungsweg ist ein schöpferi­scher Gefährte Gottes. Außerdem bringen wir das vollstän­dige Inhaltsverzeichnis in englischer und deutscher Sprache.

Next

/
Oldalképek
Tartalom